Harald Krüger, BMW

Aus Sicht der Kunden, die einen Diesel-Pkw gekauft haben, hält es Harald Krüger nicht für vertretbar, die Diesel-Subventionen zu kürzen, so der BMW-Chef. Bild: BMW

| von Andreas Karius

"Ich halte die Abschaffung der Dieselsubventionen für falsch", sagte Krüger der Wirtschaftswoche. Krüger reagierte auf Aussagen von VW-Chef Müller, der die bestehenden Steuervorteile für Dieselsprit in Zweifel gezogen hatte. "Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass wir Sinn und Zweck der Dieselsubventionen hinterfragen sollten", hatte der Manager kürzlich dem "Handelsblatt" gesagt. "Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden."

Fachleute und Umweltexperten hatten sich ebenfalls gegen das Diesel-Privileg gewandt. Dagegen hält der frühere Ford-Chef und mögliche künftige Autoverbands-Präsident Bernhard Mattes die Steuervorteile für Dieselkraftstoff für gerechtfertigt.

Der BMW-Chef wies in der Wirtschaftswoche auch Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe zurück, BMW habe bei einem BMW 320d die Abgassoftware manipuliert und illegale Abschalteinrichtungen in die Abgasreinigung eingebaut. "Wir schummeln nicht. Ich habe das immer wieder gesagt, und es gilt weiterhin", sagte Krüger. "Die durch die Umwelthilfe bemängelten Abgaswerte kamen nach unserer Einschätzung in erzwungenen Fahrsituationen zustande, die nur einen Bruchteil des typischen Fahrverhaltens unserer Kunden ausmachen."

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