BMW, Harald Krüger

Auch wegen der hohen Anforderungen durch die CO2-Gesetzgebung bleibt BMW-Chef Harald Krüger bei seiner Forderung nach einer E-Auto-Förderung. Bild: BMW

"Es geht um die Zukunft der Autoindustrie am Standort Deutschland", sagte Krüger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstag). Der BMW-Chef begründete die Forderung mit neuen Wettbewerbern aus anderen Branchen und die hohen Anforderungen durch die CO2-Gesetzgebung in Europa und anderen Regionen. "Dafür brauchen wir einen höheren Anteil von Elektrofahrzeugen, und zwar schnell", sagte Krüger. Der Konzernchef hatte bereits mehrfach in Interviews Anreize ins Spiel gebracht, etwa über steuerliche Förderung oder direkte Zuschüsse für Autokäufer.

Die Bundesregierung hatte am Montag Spekulationen über eine bereits verabredete Kaufprämie für Elektroautos noch einmal ausdrücklich widersprochen. "Es gibt noch keine Einigung", betonte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Berlin.

Aus dem Umweltministerium hieß es: "Die Gespräche über das Thema Elektromobilität laufen noch zwischen den beteiligten Ressorts, und die sind noch nicht abgeschlossen." Ähnlich äußerte sich das Bundeswirtschaftsministerium. 

Der Spiegel hatte am Wochenende von einer angeblichen Einigung der drei Ministerien berichtet, wonach der Kauf eines E-Autos ab Juli mit 5000 Euro je Fahrzeug unterstützt werden solle. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat eine solche Kaufprämie jedoch wiederholt abgelehnt.