BMW-Chef Norbert Reithofer auf dem AUTOMOBIL FORUM 2014 in München

BMW-Chef Norbert Reithofer betonte auf dem AUTOMOBIL FORUM 2014 in München, dass die Familienplanung für die i-Modelle noch nicht abgeschlossen sei. Bild: Peter Steinheißer

Die Innovationen sind notwendig einerseits im Auto selbst, aber auch in der Produktion. “Denn jede Innovation ist nur so gut, wie sie auch in Produktion umgesetzt werden kann”, so Reithofer. Für manche Neuerungen lohne es sich allerdings, die Produktion umzustellen. Ein Beispiel dafür sei die Herstellung des i3, der mit seiner Karbonbauweise neue Anforderungen an die Produktionsstraßen, aber auch an die Mitarbeiter stellt. “Das Leichtbauprinzip ist jedoch nicht neu bei BMW”, betont Reithofer. So sei vor 25 Jahren der Z1 bereits ein Innovationsträger für das Leichtbauprinzip gewesen.

Das Prinzip, Autos möglichst leicht zu bauen, kommt auch heute wieder in den BMW-Modellen zum Einsatz. Speerspitze sind dabei die i-Modelle, bei denen die Familienplanung noch nicht abgeschlossen sei, so Reithofer. Von den Fortschritten, die BMW bei seinen Elektromodellen gemacht hat, sollen bald auch die konventionellen Modelle profitieren. Als erstes Modell soll der 7er von den Innovationen aus der i-Reihe profitieren. “Entwicklung und Forschung ist für uns bei BMW sehr wichtig”, betont der BMW-Chef und ergänzt: “Wir haben 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung investiert. Das ist ein Muss, um Benchmark zu sein.”

Die i-Modelle seien jedoch nicht nur, was den Leichtbau betrifft, Vorreiter, sondern sie setzen Benchmarks insbesondere auch beim Thema Vernetzung. So sieht der BMW-Chef sein Unternehmen gut aufgestellt für das Thema Konnektivität: “Durch connected drive mit integrierter SIM-Karte ist der Fahrer immer up-to-date.”

Digitalisierung ist aber nicht nur Thema beim Produkt Auto, sondern auch in der Produktion. “Die Digitalisierung eröffnet vielfältige Chancen in der Produktion”, ist sich Reithofer sicher. Teilweise sei es auch einfach eine Notwendigkeit, um schnell und flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren. Im Premiumbereich müsse man das Auto immer individueller gestalten können. “Das wird die Kernanforderung für uns Premiumautobauer werden”, so Reithofer.

Neben der schnellen Reaktion auf Kundenwünsche wird auch die Kollaboration von Mensch und Roboter die Produktionsprozesse der Zukunft prägen. “In unserem Werk in den USA ist das schon Realität. Hier arbeiten Mensch und Maschine gemeinsam im Team ohne Schutzzäune”, erklärt Reithofer. Die Aufteilung der Aufgaben erfolge dabei stärkenorientiert. Diese Zusammenarbeit werde den Produktionsablauf der Zukunft prägen.

Auch die Reduktion der CO2-Werte und nachhaltige Mobilität werden weiterhin Themen für BMW in Gegenwart und Zukunft bleiben. Dafür investierte der bayrische Premiumautobauer bereits 1,5 Milliarden Euro in sein Programm efficient dynamics. Von der Produktionsseite sei es darüber hinaus essentiell die Mitarbeiter auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten. “Deshalb haben wir die gleiche Summe noch einmal die Fortbildung unserer Mitarbeiter investiert”, erläutert Reithofer.

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Gabriel Pankow