Reithofer i3 breit

Die Nachfrage nach dem Elektroauto i3 liegt über den Erwartungen, so Norbert Reithofer auf der Hauptversammlung in München. Etwa 6.000 BMW i3 Fahrzeuge hat BMW seit Beginn dieses Jahres produziert. Bild: BMW Group

Für denjenigen, der an der Spitze stehe, gebe es nur eine Option, sagte er den Aktionären zu Beginn der BMW-Hauptversammlung am Donnerstag: “An der Spitze zu bleiben, das ist unser Ziel.” BMW verkauft derzeit so viele Premium-Autos wie weltweit kein anderer Hersteller. Vor allem die Volkswagen-Tochter Audi und der deutsche Konkurrent Mercedes-Benz investieren aber in die eigenen Modellpaletten, um BMW den Führungsplatz abzunehmen. Sowohl Audi als auch Mercedes wollen im Jahr 2020 Primus des Hochpreissegments sein.

Doch auch BMW investiert: Die Münchener wollen etwa mit den Elektroautos der i-Reihe punkten. Das erste Modell der Reihe, der i3, ist seit dem vergangenen Jahr auf den Straßen. Die Nachfrage nach dem Modell liege über den Erwartungen, sagte Reithofer am Donnerstag. Rund 6.000 i3 habe BMW seit Beginn dieses Jahres produziert. Von Juni an will BMW den sowohl elektrisch als auch durch einen Dreizylinder-Motor angetriebenen Sportwagen i8 ausliefern.

Chancen verspricht sich BMW darüber hinaus etwa von einem transatlantischen Freihandelsabkommen. Handelsbarrieren verursachten hohe Kosten, sagte Reithofer den Aktionären. “Sie passen also nicht ins 21. Jahrhundert.” Die Automobilmärkte Europas und der USA seien eng verflochten. Doch noch immer zahlten die deutschen Automobilhersteller nach Angaben des deutschen Automobilverbands VDA jährlich rund eine Milliarde Euro an Zöllen. Reithofer sprach sich zudem für eine Angleichung von Gesetzen und Standards aus. Ein transatlantisches Freihandelsabkommen habe für die Automobilbranche “ausschließlich positive Effekte”. Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama hätten in ihren Bemühungen um das Abkommen deshalb “unsere volle Unterstützung”, sagte Reithofer.

Der CEO bekräftigte zudem die Ziele für das Geschäftsjahr 2014: beim Absatz strebt BMW einen neuen Rekord von über zwei Millionen Autos an, auch das Konzernergebnis vor Steuern soll einen neuen Bestwert erreichen, “der deutlich über dem Wert des Vorjahres liegt”.
Die EBIT-Marge im Segment Automobile solle “im Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent liegen”.

Im Rahmen der Hauptversammlung wurde ebenfalls verkündet, dass der Leiter des Zukunftsprojekts i, Ulrich Kranz, von den Arbeitnehmern in den Aufsichtsrat der BMW Group gewählt wurde. Dort vertritt er mit Ablauf der Hauptversammlung die Gruppe der Leitenden Angestellten urnd ersetzt Markus Schramm, Leiter After Sales.

Alle Beiträge zum Stichwort BMW

Hendrik Varnholt / Dow Jones Newswires / Andreas Karius / Christiane Habrich-Boecker