Norbert Reithofer

BMW-Chef Norbert Reithofer will mit der Karbon-Technologie aus dem Stand Geld verdienen. - Bild: BMW

BMW müsse diese Technologie jetzt in jedem Fall einführen, “sonst ist es vielleicht zu spät”, sagte er im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin “Capital”. Ziel der Bayern ist nach wie vor, bereits in der ersten Generation des kommenden Elektroautos BMW i3 Geld zu verdienen.

Laut Reithofer habe der Autobauer “das Thema Karbon inzwischen sehr gut im Griff”. Man habe die Verarbeitung von Karbonfasern inzwischen so weit automatisiert, dass eine Serienfertigung möglich sei.

Elektromobilität lockt Branchenfremde ins Autogeschäft

Reithofer wies aber auch auf neue Wettbewerber hin, auf die sich die Autobranche einstellen muss: “Je mehr der Trend in Richtung Elektromobilität geht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch Branchenfremde ins Autogeschäft einsteigen.” Ohne konkret zu werden, sagte er lediglich: “Es handelt sich nicht um einen Elektronikkonzern.”

Der BMW-Chef warnte in dem Zusammenhang vor der Gefahr, das Thema nicht ernst genug zu nehmen. Nach seiner Meinung unterschätzten viele in der Industrie derzeit noch “das Tempo des Umbruchs”.

Angesprochen auf die Euro- und Finanzkrise und einen möglichen nächsten großen Crash, antwortete Reithofer: “Ich möchte darüber nicht spekulieren. Wir haben uns in der Theorie mit Risiko-Szenarien vor 2015 befasst.”

Chinesen nicht unterschätzen

Auch an der Leistungsfähigkeit der Chinesen lässt Reithofer keinen Zweifel. In zehn bis 15 Jahren erwartet er eine erfolgreiche chinesische Automobilindustrie, die ihre Produkte auch in den Export schickt. Zurückhaltend ist er bei der Bewertung der Chancen für eine rein chinesische Marke von BMW. Es gebe “wirtschaftlichere Modelle für beide Joint-Venture-Partner”.

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Auto-Reporter.NET/arie