Strebt  2010 im Segment Automobile eine EBIT-Marge von über sieben Prozent an: BMW-Chef Dr. Norbert

Strebt 2010 im Segment Automobile eine EBIT-Marge von über sieben Prozent an: BMW-Chef Dr. Norbert Reithofer. - Bild: BMW

Mit deutlichen Zuwächsen bei Absatz, Umsatz und Ergebnis hat die BMW-Group im dritten Quartal 2010 ihr Geschäft fortgesetzt. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 35,6 Prozent auf 15,940 (Vorjahreszeitraum (Vj.): 11,759) Milliarden Euro, während sich das Ergebnis vor Steuern auf 1.359 (Vj.: 126) Millionen Euro erhöhte. Dies ist das höchste Vorsteuerergebnis, das die BMW-Group laut eigenen Aussagen jemals in einem Quartal erzielt hat. Das Ergebnis vor Finanzergebnis legte auf 1.192 (Vj.: 55) Millionen Euro zu. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich auf 874 (Vj.: 78) Millionen Euro.

„Wir sind mit der Geschäftsentwicklung im dritten Quartal sehr zufrieden. Durch unsere attraktive Modellpalette und die weltweite Erholung der Konjunktur konnten wir unseren Absatz erneut deutlich erhöhen. Positiv wirkten sich auch unsere Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität sowie ein erneut hochwertiger Modell-Mix aus“, erklärte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Dr. Norbert Reithofer, in München die Erfolge des Konzerns.

Der Konzernabsatz stieg von Juli bis September um 13,0 Prozent auf insgesamt 366.190 (Vj.: 324.100) Automobile. Die Auslieferungen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce kletterten in den ersten neun Monaten bis Ende September 2010 um 13,1 Prozent auf insgesamt 1.062. 216 (Vj.: 939.554) Fahrzeuge.

In den ersten neun Monaten steigerte die BMW-Group ihren Umsatz um 20,7 Prozent auf 43.731 (Vj.: 36.239) Millionen Euro. Das EBIT betrug 3.358 (Vj.: 169) Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern lag bei 3.166 (Vj.: 79) Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 2.032 (Vj.: 47) Millionen Euro.

Ergebnisprognose für 2010 erneut angehoben

Die BMW Group hebt angesichts der guten Geschäftsentwicklung ihre Ergebnisprognose für das Gesamtjahr erneut an. „Wir streben angesichts der positiven Absatzentwicklung 2010 im Segment Automobile eine EBIT-Marge von über sieben Prozent an“, erklärte Reithofer. Bislang hat das Unternehmen im Segment Automobile für das Gesamtjahr eine EBIT-Marge von über fünf Prozent in Aussicht gestellt. Im Segment Finanzdienstleistungen wird unverändert eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und ein Return on Equity von über 18 Prozent angesteuert.

“Die BMW Group ist auf einem guten Weg, ihre Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Wir wollen unser Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr signifikant steigern und damit einen maßgeblichen Schritt in Richtung unserer Profitabilitätsziele 2012 machen“, sagte Reithofer weiter.

Das Unternehmen geht in den kommenden Monaten auch dank neuer Modelle von einer weiterhin positiven Absatzentwicklung aus. „Wir rechnen auch im vierten Quartal mit soliden Absatzzuwächsen im zweistelligen Prozentbereich und sind damit zuversichtlich, im Gesamtjahr den Absatz um mehr als zehn Prozent auf über 1,4 Millionen Fahrzeuge zu steigern. Die BMW Group wird somit auch 2010 der weltweit führende Premiumhersteller bleiben“, sagte Reithofer weiter.

Soll ab Ende des Jahres 2010 an die Erfolge des aktuellen 5er und des Mini Countyman anknüpfen, um die EBIT-Marge bei BMW hochzuhalten: X3-Produktion im US-Werk Spartanburg. - Bild: BMW

Seit September sind der neue BMW 5er Touring, die Langversion der 5er Limousine in China sowie der Mini Countryman auf dem Markt. Ende des Jahres wird der neue BMW X3 folgen. Für alle diese Modelle verzeichnet die BMW Group einen starken Auftragseingang. Im Jahr 2012 strebt das Unternehmen im Automobilsegment unverändert eine EBIT-Marge von acht bis zehn Prozent sowie im Segment Finanzdienstleistungen einen Return on Equity von mindestens 18 Prozent an.

EBIT-Marge von 8,1 Prozent im Segment Automobile

Im Segment Automobile hat sich das Geschäft im dritten Quartal erneut außerordentlich dynamisch entwickelt. So trugen die weltweit gestiegenen Absatzzahlen, der Modell-Mix, eine verbesserte Preisdurchsetzung sowie eine Senkung der Materialkosten zur signifikanten Steigerung des Segmentergebnisses bei. Bei einem Segment-Umsatz von 14.210 (Vj.: 10.178/+39,6 Prozent) Millionen Euro stieg das EBIT im Zeitraum Juli bis September auf 1.152 (Vj.: -76) Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 8,1 Prozent entspricht. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich auf 1.285 (Vj.: -154) Mio. Euro. Die Umsatzrendite vor Steuern beträgt 9,0 Prozent.

Im dritten Quartal stieg der Absatz der Marke BMW um 16,3 Prozent auf 306.982 (Vj.: 263.864) Fahrzeuge. Mini lag bei 58.450 (60.104/-2,8 Prozent) Einheiten, während Rolls-Royce den Absatz mit 758 (Vj.: 132) Automobile nahezu versechsfachen konnte.

In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz im Segment Automobile auf 38.551 (Vj.: 30.610/+25,9 Prozent) Millionen Euro. Das EBIT verbesserte sich deutlich auf 2.760 (Vj.: -358) Millionen Euro, womit sich die EBIT-Marge auf 7,2 Prozent beläuft. Das Segmentergebnis vor Steuern verbesserte sich signifikant auf 2.443 (Vj.: -783) Millionen Euro.

In den ersten neun Monaten gehörten zu den Wachstumstreibern bei den Automobilen unter anderem der BMW 5er (155.648 Fahrzeuge /+22,2 Prozent), BMW X1 (72.294), BMW X5 (74.655/+16,2 Prozent) und X6 (34.464/+13,1 Prozent), die BMW 7er-Reihe (47.349/+41,7 Prozent) sowie der BMW Z4 20.637/+21,9 Prozent). Die BMW 3er Reihe legte um 1,1 Prozent auf 295.608 (Vj.: 292.466) Fahrzeuge zu. Die BMW 1er Reihe lag bei 151.681 (Vj.: 164.114/-7,6 Prozent) Einheiten und zum Ende des Lebenszyklus der BMW 6er bei 5.149 (Vj.: 7.078/ -7,3 Prozent) Automobilen.

Der Absatz von Automobilen der Marke Mini legte bis Ende September um 3,8 Prozent auf 167.751 (Vj.: 161.638) Einheiten zu. Stark gestartet ist der Countryman, der seit Mitte September auf dem Markt ist. Vom ersten Crossover-Modell wurden seitdem bereits 1.763 Einheiten ausgeliefert. Ebenfalls seit Mitte September sind die Modellüberarbeitungen der weiteren Mini-Modelle verfügbar. Dies macht sich bereits positiv in den Absatzzahlen bemerkbar: So konnte die Marke, mit der die BMW Group seit 2001 das erste Premiumangebot im Kleinwagensegment etabliert hat, mit über 25.200 Fahrzeugen den besten September-Absatz aller Zeiten erzielen.

Rolls-Royce ist weiterhin auf Erfolgskurs. Mit bislang 1.728 (Vj.: 461) Auslieferungen konnte der Absatz in den ersten neun Monaten nahezu vervierfacht werden. Auf eine hohe Kundennachfrage stößt unter anderem der Ghost, der im Dezember 2009 gestartet ist und insgesamt bereits an 1.535 Kunden ausgeliefert wurde.

Bis Ende September verzeichnete die BMW-Group in nahezu allen Märkten Absatzzuwächse, wobei insbesondere die Auslieferungen in China sowie den amerikanischen Märkten deutlich zulegten. In Europa stiegen die Auslieferungen um 3,2 Prozent auf 577.626 Einheiten. Auch in seinem stärksten Auslandsmarkt blieb das Unternehmen auf Wachstumskurs: So wurden in den USA 192.569 Fahrzeugen ausgeliefert, das entspricht einem Plus von 7,4 Prozent. In Asien legte der Absatz des Unternehmens von Januar bis September um 59,4 Prozent auf 206.490 Automobile zu. Sehr dynamisch wuchs der Absatz der BMW-Group auf den chinesischen Märkten. Mit 132.270 Automobilen konnte der Absatz dort einschließlich Hongkong und Taiwan in den ersten neun Monaten nahezu verdoppelt (+96,1 Prozent) werden.

Die Zahl der Beschäftigten lag zum 30. September weltweit bei 96.402 (Vj.: 98.358) Mitarbeitern. Im Vergleich zum Jahresende 2009 entspricht dies einem leichten Anstieg um 0,2 Prozent. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ging die Zahl der Mitarbeiter um 2,0 Prozent zurück. Die Zahl der Auszubildenden liegt bei der BMW Group weiterhin auf hohem Niveau. In Deutschland begannen im dritten Quartal 1.080 Auszubildende ihr Berufsleben bei der BMW Group, weltweit waren es 1.124.