Hob jetzt die Prognose für 2010 an: BMW-Chef Dr. Norbert Reithofer. - Bild: BMW

Hob jetzt die Prognose für 2010 an: BMW-Chef Dr. Norbert Reithofer. - Bild: BMW

Die verbesserten Rahmenbedingungen auf den internationalen Automobilmärkten führen dazu, dass die BMW Group gegenüber den bisherigen Planungen im zweiten Quartal sowie im Gesamtjahr 2010 eine deutlich bessere Geschäftsentwicklung erwartet. Bereits im ersten Halbjahr 2010 hat der Konzern den Absatz von Automobilen um 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Das Münchener Unternehmen geht aktuell davon aus, den Absatz im Gesamtjahr um rund zehn Prozent auf über 1,4 Millionen Fahrzeuge anheben zu können. Neben der Erholung der weltweiten Automobilmärkte wirkt sich hier auch die hohe Nachfrage nach neuen Modellen wie dem 5er und dem X1 positiv auf die Geschäftsentwicklung aus.

Angesichts der deutlich verbesserten Situation auf den Automobilmärkten rechnet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 nun auch mit einer EBIT-Marge im Segment Automobile von über fünf Prozent. Auf Basis der deutlich verbesserten Geschäftsperspektiven erwartet die Group gegenüber der bisherigen Prognose eine noch stärkere Verbesserung des Konzernergebnisses vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der attraktiven Umfeldbedingungen und einer Entspannung der Risikosituation wird im Segment Finanzdienstleistungen eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern sowie ein Return on Equity von über 18 Prozent angestrebt.

Bislang war das Unternehmen von einer deutlichen Ergebnisverbesserung im Konzern ausgegangen. Im Automobilsegment wurde bisher ein Absatzwachstum im soliden einstelligen Prozentbereich sowie eine EBIT-Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Im Segment Finanzdienstleistungen war eine positive Ergebnisentwicklung in Aussicht gestellt worden.

Da auch im zweiten Halbjahr eine Reihe von konjunkturellen Risiken besteht, steht die neue Prognose laut Unternehmensaussagen unter dem Vorbehalt, dass die wirtschaftliche Erholung weiterhin anhält und sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich eintrüben. Für das Jahr 2012 steuert das Unternehmen im Segment Automobile weiterhin eine EBIT-Marge von acht bis zehn Prozent sowie einen Return on Capital Employed (RoCE) von mehr als 26 Prozent an. Im Segment Finanzdienstleistungen wird ein Return on Equity von mindestens 18 Prozent angestrebt.

BMW betreibt weltweit 24 Produktionsstätten in 13 Ländern sowie ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die Group einen Absatz von rund 1,29 Millionen Automobilen und über 87.000 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern belief sich 2009 auf 413 Millionen, der Umsatz auf 50,68 Milliarden Euro.