BMW X5

Analysten erwarten für BMW Gewinnzuwächse - auch dank dem SUV X5. BMW/pressinform

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Montag befragten Analysten erwarten im Schnitt 20,3 Milliarden Euro Umsatz – das wären knapp vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Ohne Währungseffekte wäre der Anstieg wahrscheinlich noch höher ausgefallen, denn BMW verkaufte fünf Prozent mehr Autos. Der für den Ausblick wichtige Gewinn vor Steuern (Ebt) könnte um zwölf Prozent auf 2,32 Milliarden Euro zugelegt haben. Unter dem Strich rechnen die Experten mit 1,53 Milliarden Euro Überschuss – gut neun Prozent mehr als vor einem Jahr.

Dadurch könnte BMW auch bei der Ebit-Marge – dem Verhältnis von operativem Gewinn und Umsatz – ordentlich zulegen. Die Analysten Daniel Schwarz (Commerzbank) und Marc-Rene Tonn (Warburg) rechnen für die Pkw-Sparte mit 10,4, beziehungsweise 10,5 Prozent Rendite. Im ersten Quartal hatte BMW noch 9,5 Prozent erzielt, Rivale Audi war bei 10,1 Prozent gelandet – konnte im zweiten Quartal allerdings nicht mehr zulegen. Laut Warburg-Analyst Tonn wäre es das erste Mal seit Ende 2012, dass BMW damit wieder eine zweistellige Ebit-Marge eingefahren hätte.

2er Active Tourer soll neue Kundengruppen erschließen

Und in den nächsten Monaten soll es mit dem hohen Tempo nicht vorbei sein. Für die zweite Jahreshälfte hatte der Vorstand schon im Frühjahr ein stärkeres Absatzwachstum als in den ersten sechs Monaten angekündigt. Zunächst hatte ein Modellwechsel bei Mini die Verkaufszahlen unter die Vergleichswerte aus dem Vorjahr gedrückt. Mit dem SUV-Coupe X4, das im Juli in den Verkauf ging, sollen weitere Käufer angelockt werden. Außerdem zielt BMW zum Jahresende mit dem Van-Modell 2er Active Tourer mit Frontantrieb und Dreizylindermotor auf ganz neue Kundengruppen. Mit insgesamt 16 neuen und aufgefrischten Modellen will BMW auch höhere Preise durchsetzen.

Gewinnsteigerung in China

Der 2er Active Tourer soll neben Europa vor allem in China verkauft werden. Dort ist BMW die Nummer zwei der Oberklassemarken hinter der Volkswagen-Tochter Audi. Das Geschäft mit dem chinesischen Partner Brilliance eingerechnet, will BMW auf Jahressicht seinen Gewinn vor Steuern “deutlich” – das heißt um rund zehn Prozent – steigern. Damit peilt der Konzern einen Wert von ungefähr 8,7 Milliarden Euro an. Erstmals soll außerdem die Marke von zwei Millionen verkauften Autos fallen. Nach sechs Monaten war genau die Hälfte geschafft.

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dpa-AFX / gp