BMW-Werk Eisenach

BMW-Werk im thüringischen Eisenach: Im Mai hatte der Autobauer die Werkserweiterung angekündigt, nun erfolgte der Spatenstich. Bild: BMW

Damit seien in den Standort Krauthausen bei Eisenach seit dem Start in den 1990er Jahren insgesamt knapp 160 Millionen Euro geflossen, teilte das Unternehmen am Donnerstag beim obligatorischen ersten Spatenstich für das Erweiterungsprojekt mit. Entstehen sollen bis Mitte 2015 neue Produktionsflächen in der Größenordnung von 5000 Quadratmetern. Das Werk ist nach Unternehmensangaben einer von weltweit drei BMW-Standorten für den Bau von Presswerkzeugen, die für Karosserieteile benötigt werden.

Außerdem werden in Eisenach ein Großteil der Außenhautteile aus Stahlblech, Aluminium und Edelstahl für die Rolls-Royce-Manufaktur im englischen Goodwood sowie Teile für die Produktion von BMW-Motorrädern in Berlin gefertigt. Derzeit würden 250 Mitarbeiter beschäftigt. Mit der Investition würden die Wettbewerbsfähigkeit des Werkes und damit die Arbeitsplätze langfristig gesichert, erklärte Werksleiter Michael Eckl.

In dem erweiterten Werk können – bedingt durch die wachsende Zahl der Fahrzeugderivate ? entsprechend mehr Werkzeuge gefertigt und der Materialfluss optimiert werden, so BMW. Ein besonderes Augenmerk liege dabei auf der ergonomischen Optimierung der Arbeitsplätze. Hinzu kommen erhöhte Kranlasten. Dies ebne den Einstieg in neue und innovative Werkzeugtechniken für den automobilen Leichtbau. So können hier künftig deutlich schwerere Werkzeuge aus massivem Stahl zur Herstellung von Bauteilen aus Spritzguss und kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CFK) hergestellt werden. Bereits heute kommen solche Werkzeuge in den CFK-Presswerken bei BMW in Leipzig und Landshut zum Einsatz.

Um Presswerkzeuge für Highspeed-Servo-Pressen der neuesten Generation anzufertigen und vorzubereiten, bekommt das Werk Eisenach jetzt eine neue Einarbeitungspresse mit derselben Technologie. Damit könne der Serienprozess schon im Werkzeugbau simuliert und die Einarbeitungszeit der neuen Werkzeugsätze deutlich reduziert werden, so das Unternehmen.

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dpa/ks