Norbert Reithofer

Norbert Reithofer: "Was die BMW Group betrifft, sind wir für das Gesamtjahr vorsichtig optimistisch. Wir streben erneut ein Absatzplus und damit eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen an." - Bild: BMW Group

“Für den US-Markt rechne ich mit einem Plus von etwa zwei Prozent und für China mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Was die BMW Group betrifft, sind wir für das Gesamtjahr vorsichtig optimistisch. Wir streben erneut ein Absatzplus und damit eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen an”, sagte Reithofer der “Welt am Sonntag”.

Dank der starken Nachfrage in China oder den USA muss sich BMW um die eigenen Zahlen derzeit allerdings nicht zu große Sorgen machen. Im Januar und Februar zusammen verkaufte der Oberklassehersteller weltweit mehr als 250.000 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce – und legte damit den besten Jahresstart der Firmengeschichte hin. Verglichen mit 2012 ist das ein Plus von mehr als sechs Prozent.

Europa bleibt die eigentliche Herausforderung

Der Münchner Premiumautobauer rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Verschuldungskrise in Europa. Für Europa geht der Manager davon aus, dass sich die Autokrise 2013 weiter verschärft. “Die eigentliche Herausforderung bleibt Europa, dort schrumpft der Markt 2013 voraussichtlich um weitere zwei Prozent”, so Reithofer. Der Weltmarkt für Pkw dürfte in diesem Jahr um rund vier Prozent zulegen, glaubt der BMW-Chef.

“BMW hat kein Qualitätsproblem”

Qualitätsprobleme bei BMW sieht Reithofer auch angesichts tausender Fahrzeuge, die zuletzt zurückgerufen werden mussten, nicht. “Von massiven Problemen kann überhaupt keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Qualität unserer Fahrzeuge war noch nie besser.” BMW hatte zuletzt 750.000 Autos zurückgerufen, vor allem in den USA.

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dpa/Guido Kruschke