BMW verdoppelt die Zahl der in China produzierten Autos und setzt dabei auf Kompaktmodelle. Bild:

BMW verdoppelt die Zahl der in China produzierten Autos und setzt dabei auf Kompaktmodelle. Bild: BMW

Um welche Modelle es sich konkret handelt, hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben, nur so viel: es handle sich um ein hochfunktionales Fahrzeug, ein weiteres X-Modell und ein Kompaktmodell unterhalb des 3er BMW, bestätigte ein BMW-Sprecher der AUTOMOBIL PRODUKTION. Da der Premiumhersteller für den nächsten Wachstumsschub auf die breiter werdende Schicht junge, wohlhabender Chinesen ohne Chauffeursauto-Ambitionen stetzt, dürfte es sich um den 2er Active Tourer oder den gerade vorgestellten 2er Gran Tourer handeln, den X3 und ein völlig neues Modell in 1er Format. Derzeit verzeichnen die Konkurrenten Audi und Mercedes-Benz kräftiges Wachstum mit ihren Kompakten. BMW hat mit dem X1 nur ein entsprechendes, lokal gefertigtes Fahrzeug im Angebot, will nun aber deutlich nachlegen. Als erstes der drei neuen Modellen soll ab 2016 das entsprechende 2er Modell kommen, gefolgt vom X3 im Jahr 2017 und dem neuen Kleinwagen. Bislang fertigen die Bayern zusammen mit JV-Partner Brilliance die Langversion des 5er (Werk Dadong) sowie den X1, die 3er Limousine und die Langversion (Werk Tiexi) lokal in China.

Welche der neuen Modelle in welchem Werk gebaut wird, ist laut BMW noch nicht entschieden. 2er Active Tourer oder Gran Tourer sowie der neue Kleinwagen stehen auf der neuen UKL-Plattform. Durch die Hereinnahme der drei Modelle steigt die Produktionskapazität des Herstellers in China von derzeit 300.000 auf 400.000 Einheiten jährlich.

Nach einer Prognose von IHS Automotive werden die drei zusätzlichen Modelle den Absatz kräftig anschieben. IHS rechnet für BMW mit einem Absatzanstieg von 442.000 Einheiten im Jahr 2014 auf 602.000 Einheiten im Jahr 2020.

Damit werde es den Münchnern aber nicht gelingen, den Abstand zu Audi zu verringern. Deren Fahrzeugverkauf wird nach Einschätzung der Marktexperten von 590.000 Einheiten im vergangenen Jahr auf 774.000 im Jahr 2020 zulegen.

Parallel zur Ausweitung der Fahrzeugproduktion investiert BMW in sein erstes chinesisches Motorenwerk auf dem Areal des Werks Tiexi. Bereits ab kommenden Jahr soll dort ein 2.0-Liter-Benziner mit 4-Zylindern gebaut werden, später gefolgt von einem 3-Zylinder-Motir mit 1,5 Litern Hubraum. Die Produktionskapazität des Werks soll bei 300.000 Aggregaten jährlich liegen.

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Frank Volk