BMW 3er breit

Der Absatz der BMW 3er Reihe lag im ersten Halbjahr mit 236.289 Fahrzeugauslieferungen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Bild: BMW Group

BMW hält die Konkurrenz weiter auf Abstand. Der Autobauer verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinnsprung. Unter dem Strich verdiente die Nobelmarke mit fast 1,8 Milliarden Euro gut 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Vor allem profitierten die Münchner von ihrem Modellmix: Sie verkauften vergleichsweise mehr teure und große Autos als kleine und günstigere. Der Umsatz wuchs auf 19,9 Milliarden Euro, allerdings fiel das Plus mit 1,8 Prozent geringer aus als die übrigen Zuwächse: Gebremst wurde die Entwicklung durch den starken Euro, der Einnahmen nach der Umrechnung aus anderen Währungen schmälert, wie BMW am Dienstag mitteilte.

Die weltweiten Auslieferungen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce stiegen im zweiten Quartal um 5,3 Prozent auf die im Zeitraum April bis Juni neue Bestmarke von 533.187 (Vj.: 506.321) Fahrzeugen.

Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr konnte der Konzernumsatz um 2,8 Prozent auf gut 38 Milliarden Euro gesteigert werden. Auch hier machten sich die Währungseffekte dämpfend bemerkbar. Das EBIT legte um 14,4 Prozent auf 4.69 Milliarden Euro und das Konzernergebnis vor Steuern um 19,6 Prozent auf gut 4.83 Milliarden Euro zu. Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 19,6 Prozent auf 3.23 Milliarden Euro.
Der Absatz der BMW Group übertraf in den ersten sechs Monaten mit einem Zuwachs von 6,9 Prozent auf 1.020.211 (Vj.: 954.521) Fahrzeuge erstmals die Marke von einer Million Fahrzeugen in einem ersten Halbjahr. Damit hat die BMW Group ihre Position als weltweit führender Hersteller von Premiumfahrzeugen behauptet.

Norbert Reithofer, BMW

Cheflenker Norbert Reithofer ist sich sicher, dass BMW die angestrebten Ziele für das Gesamtjahr erreicht. Bild: BMW

“Die BMW Group hat im zweiten Quartal wie auch im ersten Halbjahr Absatz, Umsatz und Konzernergebnis gesteigert und damit ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt”, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Norbert Reithofer, am Dienstag in München.

BMW Group bestätigt Absatz- und Ergebnisausblick für Gesamtjahr

Nach der erfreulichen Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr bestätigt die BMW Group ihre Absatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2014. “Nach dem Rekordabsatz im ersten Halbjahr steuern wir im laufenden Jahr einen deutlichen Zuwachs bei den Auslieferungen und damit einen neuen Höchstwert von über zwei Millionen Fahrzeugen an”, bekräftigte Reithofer.

Der angestrebte deutliche Zuwachs beim Fahrzeugabsatz dürfte sich auch positiv im Konzernergebnis vor Steuern widerspiegeln: “Beim Konzernergebnis vor Steuern streben wir einen Wert an, der deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegt”, erklärte Reithofer weiter.

Im zweiten Halbjahr werden jedoch weiterhin hohe Aufwendungen für Zukunftstechnologien die Ergebnisdynamik beeinflussen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei unter anderem die Entwicklung neuer Technologien zur weiteren Reduzierung von CO2-Emissionen angesichts steigender regulatorischer Anforderungen.

BMW hofft auf Rückenwind von den 16 neuen Modellen bzw. Modellüberarbeitungen, die die BMW Group im laufenden Jahr auf den Markt bringt: So gingen beispielsweise das 4er Gran Coupé und der Plug-in-Hybrid Sportwagen BMW i8 im Juni an den Start. Bereits seit Juli sind der neue BMW X4 und die Modellüberarbeitung des X3 verfügbar. Der 2er Active Tourer wird wie das BMW M4 Cabrio ab September an Kunden ausgeliefert werden.

BMW-i3

BMW verkaufte vom Elektrofahrzeug i3 im ersten Halbjahr insgesamt 5.396 Einheiten. Bild: BMW

Absatz nach Regionen

In Europa stiegen die Auslieferungen in der ersten Hälfte des Jahres um 2,2 Prozent auf insgesamt 446.188 (Vj.: 436.709) Fahrzeuge. In Deutschland lag der Absatz mit 134.308 (133.454) Einheiten um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. In Großbritannien stiegen die Auslieferungen um 1,8 Prozent auf 96.180 (Vj.: 94.434) Fahrzeuge.

In Asien lieferte die BMW Group seit Jahresbeginn insgesamt 322.943 (Vj.: 272.943) Fahrzeuge an Kunden aus, ein Plus von 18,3 Prozent. Einige Märkte in der Region zeigten dabei zweistellige Wachstumsraten. Auf dem chinesischen Festland stieg der Absatz im ersten Halbjahr um 23,1 Prozent auf 225.490 (Vj.: 183.208) Einheiten.

In Amerika konnte die BMW Group in den ersten sechs Monaten des Jahres ebenfalls einen Absatzzuwachs verzeichnen. Insgesamt stieg dort die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 3,5 Prozent auf 221.280 (Vj.: 213.867) Automobile. In den Vereinigten Staaten legten die Fahrzeugauslieferungen um 5,1 Prozent zu und summierten sich damit auf 182.008 (Vj.: 173.156) Einheiten.

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Gabriel Pankow / BMW / dpa-AFX