BMW i3

Bei der Fertigung des i3 werden 50 Prozent Energie und 70 Prozent Wasser eingespart. Das wirkt sich sehr positiv auf die Profitabilität aus. - Bild: BMW

Die Antwort auf die Frage, ob sich der Wagen für BMW rechne, sei klar mit Ja zu beantworten, sagte Produktionschef Harald Krüger auf einer Veranstaltung im Werk Leipzig, wo das Leuchtturmprojekt der Münchener vom Band rollen wird.

“Wir gehen davon aus, dass wir vom Serienstart an mit jedem BMW i3 Geld verdienen werden”, erklärte der Manager. Das Elektroautoprojekt BMW i werde dazu beitragen, wie versprochen langfristig eine Rendite im Automobilgeschäft von acht bis zehn Prozent zu erwirtschaften.

Millionen-Invest wird vom Start weg lohnen

Zwar habe BMW viel Geld dafür investiert, die Werke für das Projekt zu wappnen, räumte Krüger ein und nannte eine Summe von 655 Millionen Euro. Die Ausgaben für die Entwicklung und Produktion des i3 seien jedoch bereits in den vergangenen Jahren verkraftet worden.

Durch die neuartige Fahrzeugarchitektur, die aus zwei verschiedenen Modulen besteht, die wiederum parallel zueinander gefertigt werden, soll die Fertigungszeit im Vergleich zu herkömmlichen Autos um die Hälfte sinken. Da der i3 außerdem eine Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff (CFK) hat, die geformt und geklebt und nicht gepresst und geschweißt wird, entfallen beispielsweise die massiven Investitionen für ein herkömmliches Presswerk. Auch eine Lackiererei ist nicht von Nöten.

Zudem ist dank des variabel formbaren CFKs nur ein Drittel der Bauteile für einen i3 nötig wie für einen vergleichbaren Wagen. Bei der Fertigung des i3 werden außerdem 50 Prozent Energie und 70 Prozent Wasser eingespart. “Alle Effekte zusammen wirken sich sehr positiv auf die Profitabilität aus”, sagte Krüger. Die Herstellkosten von CFK-Komponenten seien im Vergleich zum Anfangsstadium des Einsatzes des Stoffes bereits um die Hälfte gesunken.

“Zahlreiche Kunden” haben Interesse am neuen Kompaktstromer

Wie groß das Absatzpotenzial des i3 ist, wollte Krüger nicht verraten. Er bekräftigte aber, dass bereits zahlreiche Kunden ihr Interesse an dem Wagen bekundet hätten. Die wichtigsten Absatzmärkte werden laut dem Manager Belgien, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, Großbritannien, die USA, Kanada, Japan und China sein.

Auch zum genauen Preis schwieg sich der Manager noch aus. Erwartet wird, dass der i3, der im Herbst auf den Markt kommt, rund 40.000 Euro kosten wird. Der Wagen wird eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometern haben, allerdings auch mit einem sogenannten Range Extender erhältlich sein. Mit dem Reichweitenverlänger soll der i3 bis zu 350 Kilometer am Stück schaffen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke