MINI

Wer neue MINI-Modelle sehen will, hat auf den Messen der nächsten Monate schlechte Karten: die Kultmarke ist weder in Detroit, noch in Genf oder Peking vertreten. Bild: BMW

Dass MINI auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit Anfang Januar durch Abwesenheit glänzt und der bereits gebuchte Ausstellungsplatz von der Konzernmutter BMW belegt wird, hat AUTOMOBIL PRODUKTION bereits berichtet. Lange Gesichter wird es aber auch bei den MINI-Fans geben, die auf Neuheiten in Genf Anfang März und danach in Peking hofften. jedenfalls berichtet die britische Autocar, dass die Marke dort auch nicht vertreten sein werde. Ob es nur an aktuell fehlenden neuen Modellen liegt, ist ungewiss. MINI steckt gerade in einer Phase der Neuorientierung in der Modellpolitik. Ein offenes Geheimnis ist aber auch, dass sich insbesondere Lifestyle-orientierte Marken auf den großen Autoshows zunehmend unwohl fühlen und das Geld lieber in alternative Marketing-Aktionen stecken.

Laut Autocar wird man MINI erst auf der Autoshow Ende April in New York wieder erleben. Dort soll die Allrad-Version des Clubman All4 und der Clubman John Cooper Works gezeigt werden. Zudem soll es einen großen MINI-Auftritt im Rahmen der 100-Jahr-Feier geben, die BMW im März begeht.

IHS Automotive sieht die Absage von MINI nicht kritisch. Durch die Absagen von immer mehr Marken werde der Druck auf die großen Automessen aber durchaus steigen. Den Anfang der namhaften Messe-”Abstinenzler” machte Volvo auf der IAA in Frankfurt. In Detroit fehlen Jaguar Land Rover, Bentley, Tesla und eben MINI.

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Frank Volk