BMW mit positivem Konzernergebnis 1

BMW Group erzielt 2009 ein positives Ergebnis; Ergebnis vor Steuern steigt um 17,7 Prozent auf 413 Millionen. Euro. Konzernchef Dr. Norbert Reithofer strebt für 2010 ein profitables Absatzwachstum an.

Die BMW Group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der anhaltenden weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wie geplant ein deutlich positives Konzernergebnis erzielt. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,7 Prozent auf 413 (Vj. 351) Millionen Euro.

Nach Steuern ging das Ergebnis infolge einer gestiegenen Steuerquote auf 210 (Vj. 330/-36,4%) Millionen Euro zurück. Der Umsatz verminderte sich moderat um 4,7 Prozent auf 50.681 (Vj. 53.197) Millionen Euro. Die Dividende soll nach einem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat mit 0,30 Euro je Stammaktie und 0,32 Euro je Vorzugsaktie im Vergleich zum Vorjahr stabil bleiben.

„Wir haben uns 2009 in einem weltweit schwierigen Marktumfeld gut geschlagen. Unser Kostenmanagement sowie die gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz zeigen Wirkung, auch wenn die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich spürbar waren“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Dr. Norbert Reithofer, am Donnerstag in München. „Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes wollen wir auch für 2009 eine Dividende zahlen. Dies unterstreicht, dass wir von unserer operativen Stärke überzeugt sind und die Interessen unserer Aktionäre berücksichtigen“, erklärte Reithofer weiter.

Segment Automobile erzielt im vierten Quartal EBIT von 93 Millionen Euro

Das Ergebnis im Segment Automobile wurde im vergangenen Jahr durch den Absatzrückgang im Zuge der weltweiten konjunkturellen Schwäche belastet. Dennoch konnte das Unternehmen auch dank eines stabileren Marktumfeldes zum Ende des Jahres im vierten Quartal im Segment ein positives Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) von 93 Millionen Euro erzielen. Im Gesamtjahr 2009 belief sich das EBIT im Segment Automobile auf -265 (Vj. 690) Millionen Euro und das Ergebnis vor Steuern auf -588 (Vj. 318) Millionen Euro. Der Umsatz ging auf 43.737 (Vj. 48.782) Millionen Euro zurück.

Die Auslieferungen lagen im vergangenen Jahr weltweit bei 1.286.310 (Vj. 1.435.876 /-10,4%) Fahrzeugen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce. Damit hat die BMW Group ihren Marktanteil im Premiumsegment eigenen Angaben zufolge weiter ausgebaut und wie angekündigt ihre Position als weltweit führender Premiumhersteller behauptet.

Weltweit wurden im vergangenen Jahr 1.068.770 (Vj. 1.202.239 /-11,1%) BMW Automobile verkauft. Damit liegt die Marke BMW erneut klar vor den relevanten Wettbewerbern im Premiumsegment. Deutlich zulegen konnten 2009 unter anderem die BMW 7er Reihe (52.680 /+35,7%) sowie der BMW X6 (41.667 /+56,8%) und BMW Z4 (22.761 /+26,4%). In Deutschland waren sowohl die 7er Reihe (7.439 /+74,8%) als auch die Modelle BMW X5 (10.933 /-31,9%) und X6 (4.940 /+51,0%) jeweils klare Segmentführer. Von den Ende Oktober 2009 neu eingeführten Modellen BMW X1 und 5er Gran Turismo wurden 2009 weltweit bereits 8.499 X1 sowie 3.052 5er Gran Turismo ausgeliefert.

Die Marke MINI setzte 2009 weltweit 216.538 Fahrzeuge (Vj. 232.425 /-6,8%) ab. Über die Hälfte der Kunden (53,6%) entschieden sich für einen MINI Cooper, 26,2% für einen MINI Cooper S und 20,2% für einen MINI One.

Rolls-Royce verkaufte im vergangenen Jahr 1.002 (Vj. 1.212 /-17,3%) Automobile und blieb damit klarer Marktführer im Segment der absoluten Luxusklasse. Gut gestartet ist der neue Rolls-Royce Ghost, von dem im Dezember 2009 bereits 167 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert wurden.

In den aufstrebenden Märkten China (90.536 /+37,5%), Brasilien (6.398 / +118,8%) und Indien (3.619 /+24,4%) konnten die Auslieferungen von BMW und MINI Automobilen kräftig gesteigert und jeweils neue Absatzrekorde erzielt werden. „In China, Brasilien und Indien wollen wir auch 2010 weiter zulegen“, so Reithofer. Deutschland war 2009 der größte Einzelmarkt für BMW und MINI Automobile. Insgesamt wurden 258.012 (Vj. 284.786 /-9,4%) Fahrzeuge ausgeliefert. Mit 33.517 Auslieferungen verzeichnete die Marke MINI 2009 in Deutschland das erfolgreichste Jahr seit ihrer Markteinführung. Im laufenden Jahr strebt die BMW Group auch im deutschen Markt ein Absatzwachstum und damit einen höheren Marktanteil im Premiumsegment an.

In den USA verkaufte die BMW Group im vergangenen Jahr 241.727 Fahrzeuge (Vj. 303.190 /-20,3%). Die Marke BMW blieb mit insgesamt 196.502 Auslieferungen weiterhin die erfolgreichste europäische Premium-Automobilmarke in den USA. Im laufenden Jahr geht das Unternehmen auf dem US-Markt wieder von einem Absatzzuwachs aus.

BMW Group beschäftigte Ende 2009 rund 96.000 Mitarbeiter

BMW: 5er-Fertigung in Dingolfing. - Bilder : BMWDie Zahl der Mitarbeiter ist im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts natürlicher Fluktuation, Altersteilzeit sowie freiwilliger Aufhebungsverträge gesunken. Weltweit beschäftigte das Unternehmen Ende des vergangenen Jahres insgesamt 96.230 Mitarbeiter (Vj. 100.041/-3,8%). Die Zahl der Auszubildenden liegt mit 3.915 weiterhin auf hohem Niveau (Vj. 4.102).

Konzern für 2010 vorsichtig optimistisch

Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise werden sich auch im laufenden Jahr in der Automobilindustrie bemerkbar machen. Das Unternehmen will dennoch dank neuer Modelle sowie der erwarteten allmählichen Erholung der weltweiten Konjunktur 2010 profitabel wachsen. „Wir gehen vorsichtig optimistisch in das neue Jahr. Für Rückenwind werden bei uns im Laufe des Jahres auch neue Modelle sorgen. Wir wollen 2010 der weltweit führende Premiumhersteller bleiben und unseren Absatz im einstelligen Prozentbereich auf über 1,3 Mio. Fahrzeuge steigern“, erklärte Reithofer weiter.

Eine der wichtigsten Modellneuheiten im Jahr 2010 ist die neue BMW 5er Reihe, die Ende März auf den Markt kommen und somit ab dem zweiten Quartal für weiteren Auftrieb sorgen wird. Positiv auf den Absatz werden sich 2010 auch weiterhin die bereits Ende vergangenen Jahres sehr erfolgreich gestarteten neuen Modelle BMW X1 und BMW 5er Gran Turismo auswirken. Im laufenden Jahr wird auch der MINI Countryman an den Start gehen.

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