Friedrich Eichiner

BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner will vor Steuern in diesem Jahr wieder in etwa auf die 7,8 Milliarden Euro aus 2012 kommen. - Bild: BMW Group

Vor allem dank guter Geschäfte in China und den USA können die Münchener weiterhin die Nachfrageflaute auf dem Heimatkontinent ausgleichen.

Bevor BMWs großer Elektro-Hoffnungsträger i3 am 16. November in Deutschland zu den Händlern kommt, will der Konzern am 5. November seine Zahlen für das Quartal von Juli bis Ende September vorlegen.

BMW will vor Steuern in diesem Jahr wieder in etwa auf die 7,8 Milliarden Euro aus 2012 kommen. Zur Halbzeit lagen die Münchner mit 4 Milliarden Euro nur minimal unter dem Vergleichswert. Für das dritte Quartal erwarten die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Montag befragten Analysten im Schnitt ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 1,88 Milliarden Euro. Das wäre etwas weniger als vor einem Jahr. Damit müsste BMW im Schlussquartal rund 1,9 Milliarden Euro Vorsteuergewinn erwirtschaften. Ende 2012 waren es nur knapp 1,8 Milliarden gewesen – damals hatte allerdings die Absatzflaute in Europa erstmals kräftig auf die Bilanz gedrückt.

BMW will das Vorjahresergebnis erreichen

Der Konzernumsatz dürfte laut Analysten um gut vier Prozent auf rund 19,6 Milliarden Euro gestiegen sein. Dabei hatten die Verkaufszahlen prozentual deutlich stärker zugelegt. Allerdings verkaufte BMW mehr kompakte Modelle, die pro Auto weniger Umsatz und auch Gewinn bringen als die großen Limousinen. Außerdem könnte der starke Euro den Münchnern auf den Umsatz gedrückt haben. Die ungünstigen Wechselkurse hatte zuletzt unter anderem auch Volkswagen zu spüren bekommen. Die Wolfsburger rutschten mit ihren Quartalserlösen deswegen sogar leicht unter das Niveau von vor einem Jahr.

Gewinnmarge dürfte “im Bereich um neun Prozent” liegen

Bei BMW dürfte die Profitabilität der Pkw-Sparte leicht zurückgegangen sein – allerdings gehen die Schätzungen hier weit auseinander: Die Analysten der Deutschen Bank erwarten dort eine Marge vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8,6 Prozent. DZ-Bank-Analyst Michael Punzet ist optimistischer und rechnet mit 9,3 Prozent, dagegen sieht die Schweizer Großbank UBS nur 8,1 Prozent. In den ersten sechs Monaten war BMW noch auf 9,8 Prozent gekommen. Langfristig will der Konzern im Korridor zwischen acht und zehn Prozent liegen.

Spätestens 2016 will BMW mehr als 2 Millionen Autos pro Jahr verkaufen. Allerdings könnte die Marke schon früher geknackt werden: Zur Jahreshälfte lagen die Münchener mit mehr als 954.000 Wagen bereits gut auf Kurs zu 1,9 Millionen Autos.

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dpa/Guido Kruschke