BMW-Hochhaus in München: Hinter den geplanten Einsparungen steht die Frage nach der

BMW-Hochhaus in München: Hinter den geplanten Einsparungen steht die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einzelner Standorte, die auch bei der Vergabe neuer Modelle eine Rolle spielt. Bild: BMW.

Nach Berichten des Münchner Merkur war insgesamt für alle deutschen Standorte eine Größenordnung von jährlich 100 Millionen Euro ab kommendem Jahr im Gespräch. Zu der Summe oder weiteren Einzelheiten wollte sich der Autohersteller auch am Freitag nicht äußern. Ein Unternehmenssprecher bestätigte aber eine Einigung für das weltgrößte BMW-Werk in Dingolfing.

Der “Münchner Merkur” hatte am Vortag berichtet, dass demnach beispielsweise nur noch ein Teil der Brotzeitpausen in Dingolfing bezahlt wird. Laut IG Metall geht es auch bei den Verhandlungen für den Standort München um Einschränkungen bei diesen Pausen sowie um Investitionen wie beispielsweise in das Presswerk oder in die Lackiererei.

Die Gewerkschaft berichtete von einer heftigen Auseinandersetzung in einer Betriebsversammlung. Die Belegschaft stehe hinter der Haltung des Betriebsrates, “dass keine Zugeständnisse gemacht werden, falls es keine belastbaren Investitionszusagen gibt, um den Standort München fit für die Zukunft zu machen”, hieß es.

Hinter den geplanten Einsparungen steht die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einzelner Standorte, die auch bei der Vergabe neuer Modelle eine Rolle spielt. Alleine in diesem Jahr plant der weiß-blaue Autobauer 16 neue Modelle. Im vergangenen Jahr entfielen über eine Million Fahrzeuge und damit mehr als die Hälfte der Gesamtproduktion von BMW auf die vier deutschen Fahrzeugwerke des Unternehmens.

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dpa/ks