Lagerfläche für Original-Teile im BMW Group Dynamikzentrum am Standort Dingolfing

Im BMW Group-Dynamikzentrum in Dingolfing werden täglich Original-Ersatzteile für BMW, Mini und BMW Motorrad an Kunden in aller Welt versandt. Bild: BMW

BMW verwendet etwa Korrosionsschutzfolien und -beutel aus Fruchtextrakt oder Schaumprofile aus Zuckerrohr. Korrosionsschutzfolien aus Fruchtextrakt hat der OEM bereits 2016 eingeführt. Die orangen, durchsichtigen VCI-Folien und Beutel enthalten keinerlei Amine oder Nitrite und sollen Fahrzeugteile aus Metall wie beispielsweise Gelenkwellen wirkungsvoll vor Korrosion schützen.

Auch bei Schaumprofilen, die zum Beispiel als Kantenschutz für den Transport von Windschutzscheiben dienen, setzen die Verpackungsspezialisten in Dingolfing zunehmend auf Bio. Naturefoam heißt das Polstermaterial, das auf Basis von Zuckerrohr hergestellt wird. Im Teileversand des Unternehmens hat es bereits vier von sieben konventionelle Kunststoff-Verpackungen ersetzt. „Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, auch noch die letzten drei verbliebenen durch nachhaltigere Alternativen auszutauschen“, sagt Alfons Kehl, Spezialist für Verpackungstechnik und -entwicklung im Customer´Support.

Im Fokus: Verpackungen für Komponenten des BMW iX

Original BMW Group Ersatzteile gehen nachhaltig verpackt von Niederbayern aus in die ganze Welt.
Papierauspolsterung und Kartons aus Recyclingpapier, Schaumprofile aus Zuckerrohr, Folienbeutel aus Fruchtextrakt. Bild: BMW

Auch eine Lösung aus nachhaltigem Faserguss - bekannt von Eierkartons - die der passgenauen Bauteilfixierung in der Verpackung dienen soll, wird gerade auf Eignung für den Teileversand getestet. Zudem prüfen die Spezialisten unter anderem den Einsatz von emissionsarm hergestelltem Papier aus schnell wachsendem Gras oder Hanf. „Aber erst, wenn das weltweite Recycling des innovativen Papiers gegeben ist, können wir das Material auch guten Gewissens einsetzen“, erklärt Kristina Wolfertz, Wolfertz, Leiterin der Verpackungsplanung und -entwicklung. Ein Erfolg sei es, dass seit September 2020 die Papierauspolsterung von Kartonagen zu 100 Prozent aus Recyclingpapier bestehe, heißt es bei BMW. Auch bei Transportverpackungen aus Wellpappe sollen bis 2023 keine frischen Holzfasern mehr eingesetzt werden.

Die Verpackungsspezialisten aus Dingolfing werden bei der Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle schon früh eingebunden, um rechtzeitig passende Verpackungen für Spezial- Komponenten und Bauteile zu planen und zu standardisieren. Momentan stehe der BMW iX als neues Technologie-Flaggschiff der BMW Group besonders im Fokus, heißt es beim OEM. Für ihre Ersatzteilverpackungen konnten die Dingolfinger in Verpackungspreis-Wettbewerben überzeugen. Zuletzt wurde ein Konzept für Instrumententafeln mit dem Deutschen Verpackungspreis 2019 als auch 2020 mit dem WorldStar Packaging Award in der Kategorie Innovation prämiert.

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