BMW Supplier Awards

Die Preisträger des diesjährigen BMW Innovation Supplier Award nahmen die Auszeichnung vom scheidenden Einkaufsvorstand Klaus Draeger in München entgegen. Erstmals wurde mit Minth auch ein chinesischer Zulieferer ausgezeichnet. Bild: BMW

Es war ein glanzvoller Abgang von Klaus Draeger nach 31 Jahren BMW-Angehörigkeit – zuletzt als Chefeinkäufer - der „zufällig“ mit der Verleihung des BMW Supplier Innovation Awards zusammenfiel. Ob die Gäste als Zeichen der Wertschätzung für den scheidenden Vorstand oder aufgrund der Kontaktpflege zu BMW trotz Pariser Automesse kamen, bleibt offen. Das „Who is who“ der internationalen Lieferantenbranche war auf jeden Fall angereist, um Draeger und Preisträger zu ehren und nebenbei miteinander zu reden.

Das Treffen nutzte Draeger dann auch dazu, die Wichtigkeit der gemeinsamen Innovationskraft zu betonen. Denn nie zuvor war laut Draeger das notwendige Tempo, das man machen muss, um vorne mitzuspielen so hoch. Draeger weiter: „Die Mobilität in zwei bis drei Jahrzehnten wird geprägt sein von Nachhaltigkeit, Vernetzung und automatisiertem Fahren. Auf dem Weg dorthin spielen Innovationen mehr denn je eine entscheidende Rolle. Emotionale Premiumfahrzeuge leben von ihnen. Unsere Innovationskraft können wir nur durch eine enge Vernetzung mit unseren Lieferanten und Entwicklungspartnern sicherstellen und ausbauen.“

Dass das nicht nur leere Worte sind, belegt die Entwicklung, dass sich im Laufe der Jahre der Anteil der Zulieferer an der Wertschöpfung des Unternehmens kontinuierlich nach oben entwickelt hat. Heute liegt er bei mehr als 70 Prozent. Zwischen 2010 und 2015 hat das Unternehmen das Einkaufsvolumen um 38 Prozent auf 34,7 Milliarden Euro erhöht.

Diese gewaltige Summe schlägt sich in weiteren statistischen Werten nieder: 31 Millionen Teile von 3.200 Zulieferern werden täglich bei BMW angeliefert. „Im Laufe der Jahre hat sich Ihr Anteil an der Wertschöpfung unseres Unternehmens kontinuierlich nach oben entwickelt. Heute liegt er bei mehr als 70 Prozent“, sagt Draeger weiter, um die Entwicklung zu skizzieren.

Darum ist es ihm bei seinem Abschied noch einmal wichtig, die vier Disziplinen aufzuzählen, die ein BMW-Lieferant beherrschen muss: Qualität, Kosten, Flexibilität und natürlich Innovation.

Darum möchten die Gastgeber die Auszeichnung in den sechs Kategorien auch nur als Schlaglicht gelten lassen. Draeger dazu: „Der Erfolg der BMW Group in den vergangenen 100 Jahren basiert maßgeblich auf Innovationskraft, die wir nur mit starken Partnern realisieren können. 100 Jahre BMW, das sind auch 100 Jahre Partnerschaft mit unseren Zulieferern.“

Und das ist für BMW Grund genug auch einmal im Jahr Danke zu sagen. Und nebenbei auch noch einige Unternehmen in sechs Kategorien in den Bereichen EfficientDynamics, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Qualität, Emotional Experience und Produktivität.

Es wurden jeweils drei Unternehmen pro Kategorie nominiert. Unter den Siegern war auch erstmal ein mit Minth ein chinesischer Zulieferer. Ansonsten konnten Nuance, Röchling, Huntsman, Siemens, Bosch, Webasto die Trophäe entgegennehmen.

Doch der wahre Sieger des Abends jedoch war Klaus Draeger, der von Vorstandsvorsitzenden Harald Krüger mit einer emotionalen Rede und von den anwesenden Zulieferern mit Standing Ovation geehrt wurde.