Olaf Kastner übernimmt zum 1. Dezember als neuer Chef der BMW Group in China. Bild: BMW

Olaf Kastner übernimmt zum 1. Dezember als neuer Chef der BMW Group in China. Bild: BMW

Mit Kastner übernimmt in Zeiten, da der chinesische Markt schwächelt und vor allem für Premiumhersteller zunehmend schwierig wird, ein ausgewiesener Marktkenner. Kastner leitete bisher das Joint Venture BMW Brilliance Automotive, in dem die Münchner zusammen mit dem chinesischen Partner Brilliance China Auto Holding Fahrzeuge in China produziert und vertreibt. Neuer Leiter des Joint Ventures wird Anton Heiss. Er leitet derzeit den Produktionsstandort des Joint-Ventures in Shenyang und wird dies neben seiner neuen Aufgabe kommissarisch weiterführen.

“Mit seiner umfangreichen Erfahrung in Asien hat Karsten Engel in den vergangenen Jahren den chinesischen Markt erfolgreich weiterentwickelt“, erklärt Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender der BMW AG. Engel ist seit 1985 beim Münchner Premiumhersteller und leitete die Vertriebsregion China seit Ende 2012. Unter seiner Ägide wurde im größten Einzelmarkt der Marke nicht nur das Angebot an Produkten und Dienstleistungen ausgebaut, sondern auch die i-Modelle erfolgreich eingeführt, heißt es aus München. Ein weiterer Schwerpunkt von Engel war die Stärkung der Marken BMW und MINI und die Erschließung jüngerer Käuferschichten. Welche Rolle Engel nach seiner Rückkehr aus China übernehmen wird, ließ der Autobauer noch offen.

Sein Nachfolger Olaf Kastner leitet das Joint Venture BMW Brilliance Automotive seit sechs Jahren. „Ich freue mich, dass wir mit Olaf Kastner einen neuen Leiter unseres größten Marktes gewinnen konnten, der nicht nur das Automobilgeschäft in China bestens kennt, sondern auch Kultur, Land und Leute“, erklärt BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner. Unter Kastner wurde das erfolgreiche Joint Venture mit Brilliance China Auto umfangreich ausgebaut und die Zusammenarbeit vorzeitig um weitere zehn Jahre bis 2028 verlängert.

Die BMW Group verkaufte 2014 in China mehr als 455.000 Fahrzeuge. In den vergangenen fünf Jahren wurden mehr als 2 Mrd. Euro in den Ausbau der Werke in Shenyang investiert und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausgebaut. Die lokale Produktion stieg in den letzten Jahren auf über 285.000 Einheiten pro Jahr. Derzeit entsteht ein neues Motorenwerk, das 2016 die Produktion von Drei- und Vierzylinder-Ottomotoren aufnehmen wird.

Der Wechsel in China erfolgt allerdings zu einem Zeitpunkt, da die Münchner ein deutliche Verlangsamung des Wachstumstempos spüren. Schon zu Beginn des Jahres hatten chinesische Händler gegen zu hohe Wachstumsvorgaben gemeutert.

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fv