BMW-Chef Harald Krüger und Daimler-CEO  Dieter Zetsche

BMW-Chef Harald Krüger und Daimler-CEO Dieter Zetsche: Der nun gegründete Verbund umfasst fünf Joint Ventures. Bild: Daimler

| von Roswitha Maier

Nun ist es offiziell: BMW und Daimler fusionieren ihre Mobilitätsdienstleistungen. In die Gemeinschaftsunternehmen für die Mobilität der Zukunft wollen die Autokonzerne BMW und Daimler mehr als 1 Milliarde Euro investieren. Das gaben die beiden Konzernchefs Harald Krüger und Dieter Zetsche in Berlin bekannt. Die einstigen Erzrivalen gründen dazu einen Verbund aus fünf Joint Ventures, die die Themen Carsharing, Parken, das Aufladen von Elektro-Autos und Mobilitätsdienste abdecken sollen.

"Wir schaffen einen weltweit führenden Gamechanger", erklärte BMW-Vorstandschef Harald Krüger. Den bereits rund 60 Millionen Kunden wollen die beiden Hersteller ein vernetztes System anbieten, um schnell und bequem von A nach B zu kommen. Die früher undenkbare Zusammenarbeit mit den Stuttgartern bezeichnete Krüger als zentralen Baustein der Strategie als Mobilitätsdienstleister. "Die Kooperation ist für uns der optimale Ansatz, um in einem Wachstumsmarkt die Chancen zu maximieren und gleichzeitig Investitionen zu teilen." Man sei klar auf Wachstumskurs.

Hauptquartier des Verbundes wird Berlin sein. In den kommenden Jahren sollen 1.000 neue Jobs geschaffen werden, die sich aber auf die gesamte Welt verteilen. Der Daimler-Chef schloss beim Auftakt eine Erweiterung des Netzwerkes um Konkurrenten nicht aus. "Denkbar sind dabei auch Kooperationen mit anderen Anbietern sowie Akquisitionen von Startups oder etablierten Playern"", sagte Zetsche.