Herbert Diess

Herbert Diess: "Wir haben uns mit Toyota jetzt auf eine gemeinsame Architektur für einen Sportwagen verständigt." - Bild: BMW Group

“Wir haben uns jetzt auf eine gemeinsame Architektur für einen Sportwagen verständigt”, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Herbert Diess der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Auf dieser Grundlage wollen die beiden Unternehmen zwei unterschiedliche Fahrzeuge bauen, die besonders umweltverträglich sein sollen. Auf ein konkretes Modell wollte sich Diess nicht festlegen.

Unterschiedliche Fahrzeuge auf gemeinsamer Architektur

BMW arbeitet mit den Japanern seit einiger Zeit zusammen. Anfang 2013 wurde ein Vertrag zur Entwicklung von Brennstoffzellen sowie von Lithium-Luft-Batterien unterzeichnet. Seinerzeit wurde auch angekündigt, die Produktion eines mittelgroßen Sportwagens über eine gemeinsame Plattform zu prüfen. Dabei dreht es sich vor allem um den Leichtbau im Karosseriebereich.

Autobauer kooperieren schon auf anderen Gebieten miteinander

Die Münchener wollen mit Toyota die Elektrifizierung von Antriebssystemen voranbringen. Bis 2020 soll es den damaligen Plänen zufolge ein gemeinsames Brennstoffzellen-Fahrzeugsystem geben, das auch die Bereiche Wasserstofftank, Motor und Batterie umfasst. Außerdem wollen die beiden Unternehmen an einer Lithium-Luft-Batterie arbeiten, der Nachfolgegeneration der Lithium-Ionen-Batterie, die eine höhere Energiedichte hat.

Die beiden Autobauer sind keine Unbekannten füreinander: BMW und Toyota forschten zuvor schon an Lithium-Ionen-Batterien, die in Elektroautos eingesetzt werden. Bei Hybridautos, die Verbrennungs- und Elektromotoren kombinieren, gilt Toyota dank des schon seit Jahren erfolgreichen Modells Prius als Vorreiter. Zudem liefert BMW seit Dezember 2011 Dieselmotoren an die Japaner, die sich damit stärker auf dem europäischen Markt etablieren wollen.

Kooperationen sind in der Autoindustrie mittlerweile an der Tagesordnung – vor allem im Bereich alternativer Antriebstechnologien. Autohersteller müssen massiv in die Forschung und Entwicklung investieren, ohne daraus einen direkten Nutzen ziehen zu können. Denn der Durchbruch des Elektroautos wird erst in einigen Jahren erwartet.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke