Toyoda Reithofer breit

Toyota und BMW werden ihre Kooperation auf dem Gebiet der Brennstoffzellen-Fahrzeuge weiter ausbauen und haben heute eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. - Bild: BMW Group

Am Donnerstag unterzeichneten beide einen entsprechenden Kooperationsvertrag, wie BMW mitteilte.

Bereits im Juni vergangenen Jahres war eine Absichtserklärung für gemeinsame Projekte unterschrieben worden. So wollen BMW und Toyota bis 2020 ein gemeinsames Brennstoffzellen-Fahrzeugsystem entwickeln, das auch die Bereiche Wasserstofftank, Motor und Batterie umfasst.

Außerdem wollen beide im Bereich der neuen Antriebe an einer Lithium-Luft-Batterie, der Nachfolgeneration der Lithium-Ionen-Batterie, arbeiten. Deren Energiedichte soll weit über der aktuellen Lithium-Ionen-Batterie liegen.

Zusätzlich wollen die Unternehmen bereits bis zum Ende des laufenden Jahres in einer Studie prüfen, ob ein mittelgroßer Sportwagen über eine gemeinsame Plattform produziert werden könnte. Dabei helfen soll vor allem auch die Weiterentwicklung von Leichtbau-Technologien im Karosseriebereich.

Partner sind von der Brennstoffzelle überzeugt

Brennstoffzellen-Autos werden mit Energie betrieben, die aus einer chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff gewonnen wird. Die Autos stoßen folglich kein CO2 aus. Konkurrenten wie Daimler, General Motors, Nissan, Honda und Hyundai entwickeln allesamt solche umweltfreundlichen Autos. Indem die Japaner ihre Technologie an BMW lizenzieren, hoffen sie auf Skaleneffekte und eine bessere Wettbewerbsfähigkeit beim Preis.

Im Dezember 2011 hatten die beiden Autobauer eine Kooperation bei Dieselmotoren geschlossen. Im Juni unterzeichneten sie dann eine Absichtserklärung über eine Technologiepartnerschaft mit dem Schwerpunkt auf umweltfreundlichen Fahrzeugen. Außerdem vereinbarten sie die gemeinsame Entwicklungsarbeit in den Bereichen Hybridfahrzeug und Gewichtsreduktion der Autos.

Die wesentlichen Punkte der heute getroffenen Vereinbarungen im Detail.

Brennstoffzelle
Aus Sicht der beiden Unternehmen ist die Brennstoffzellen-Technologie eine wesentliche Voraussetzung, um Null Emissionen zu erreichen. BMW und Toyota werden gemeinsam ein grundlegendes Brennstoffzellen-Fahrzeugsystem entwickeln, das auch die Bereiche Wasserstofftank, Motor und Batterie umfasst. Die Entwicklung soll 2020 abgeschlossen sein.

Beide Unternehmen werden für die Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur gemeinsame Codes und Standards entwickeln, die für die weitere Verbreitung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen-Technologie erforderlich sind.

Sportwagen
Beide Unternehmen haben sich darauf verständigt, bis Ende 2013 eine Machbarkeitsstudie zu einer gemeinsamen Plattform für einen mittelgroßen Sportwagen durchzuführen. Die Unternehmen streben an, ihre jeweiligen Technologien und Fertigkeiten auf hohem Niveau abzustimmen, um den jeweiligen Kunden die bestmögliche Lösung anbieten zu können. Beide Unternehmen beabsichtigen, im Bereich der Sportwagen-Entwicklung weiterhin zusammenzuarbeiten.

Leichtbau-Technologie
Die Unternehmen werden gemeinsam Leichtbau-Technologien für den Karosseriebau unter Verwendung neuester Materialien, wie z.B. Verbundwerkstoffe, entwickeln. Diese Technologien sollen bei der gemeinsamen Entwicklung der Sportwagen-Plattform sowie in anderen Fahrzeugen von BMW und Toyota zum Einsatz kommen.

Post-Lithium Batterie-Technologie
Die Unternehmen beginnen ihre gemeinsame Forschung mit dem Ziel, eine Lithium-Air Batterie zu entwickeln, deren Energiedichte weit über der der aktuellen Lithium-Ionen Batterien liegt.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke