Norbert Reithofer

Norbert Reithofer: Angesichts der Krise in Europa sind wir für 2013 verhalten optimistisch, was das Wachstum anbelangt. - Bild: BMW Group

Damit setzten die Bayern weltweit mehr als 250.000 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ab, wie Konzernchef Norbert Reithofer am Dienstag am Rande des Autosalons in Genf sagte.

Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Plus von sechs Prozent. Die Münchner peilen auch in diesem Jahr einen weiteres Rekordjahr an. “Das Wachstum wird getragen von China und den USA”, sagte Reithofer. Insgesamt sei er angesichts der Krise in Europa verhalten optimistisch für die kommenden Monate.

Für den Heimatkontinent rechnet der Autobauer allerdings mit einer noch längeren Durststrecke als bisher. Der Boden in Europa sei noch nicht erreicht. Die Schuldenkrise werde noch mindestens fünf Jahre andauern.

Europa wird größte Herausforderung

Reithofer rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Verschuldungskrise in Europa. Die Krise werde den Kontinent noch mindestens ein halbes Jahrzehnt beschäftigen, sagte der BMW-Chef. Die Automärkte in Europa werden sich deswegen sehr unterschiedlich entwickeln. “Die nächsten fünf Jahre wird diese Volatilität auch nicht zurückgehen. Und das ist eine ziemlich sichere Aussage.” Auch für BMW bedeute das eine große Herausforderung, denn noch immer stehe der Kontinent für 40 bis 45 Prozent des gesamten BMW-Absatzes. Vor allem in Ländern wie Italien, Spanien oder Frankreich werde es schwer.

Zudem spürt der Münchner Premiumautobauer den schärferen Wettbewerb, der sich auch bei den Preisen bemerkbar mache. BMW hatte bereits früher gesagt, sich Rabatten nicht ganz verweigern zu können.

“Wenn Sie den deutschen Markt anschauen: Drei Premiumhersteller stehen für 30 Prozent dieses Marktes. Da können Sie sich vorstellen, wie die Wettbewerbssituation ist”, sagte Reithofer. In Deutschland sei die Grenze bei Preisnachlässen aber erreicht.

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dpa/Guido Kruschke