BMW_Elektromobilitaet_i8_Flotte

BMW will 2017 100.000 Autos mit Elektroantrieb (im Bild eine i8 Flotte) verkaufen und damit so viele wie in den drei vergangenen Jahren zusammen. Dsa Ziel gab nun Konzernchef Krüger heraus. Bild: BMW

Die ehrgeizige Zielsetzung bekräftigte Krüger bei einem Technikworkshop in München bekannt, bei dem der Autobauer tiefe Einblicke in seine Mobilitätsstrategie und die begleitende

Forschung und Entwicklung gab. Dabei unterstrich der BMW-Chef den unbedingten Willen des Herstellers, auf den Feldern autonomes Fahren und Elektromobilität eine führende Rolle spielen zu wollen. Die Münchner hatten erst kürzlich bekannt gegeben, ihre komplette Modellpalette zu elektrifizieren.

Bei den 100.000 elektrifizierten Fahrzeugen, die BMW 2017 verkaufen möchte, handelt es sich sowohl um reine Elektroautos (BEV) wie auch um Plug-in-Hybride (PHEV). Das Portfolio an PHEVs wird im kommenden Jahr um den 5er BMW und den Mini Countryman erweitert, 2018 folgt der i8 Roadster, ab 2019 kommt dann mit einem rein elektrischen Mini, dem X3 (2020) und dem iNext (2021) ein stärkerer Schwenk Richtung reine Elektroautos.

Weitere Investitionen in konventionelle Antriebe

Wie Krüger sagte, dürfte 2020 der Neuzulassungsanteil von elektrifizierten Fahrzeugen bei BMW bei etwa  20 Prozent liegen. Schwer abzuschätzen sei allerdings, wie sich dieser Anteil auf BEV und Plug-in-Hybride verteile. Deshalb sei es von strategisch außerordentlich hoher Relevanz, eine Produktionsarchitektur aufzubauen, die eine völlig flexible Produktion von Plug-in-Hybriden, reinen Elektroautos und konventionellen Antrieben erlaube. BMW kann bereits PHEVs und konventionell angetriebene Fahrzeuge auf derselben Architektur bauen, diese soll nun auf rein elektrische Fahrzeuge erweitert werden. 2019/2020 soll diese Plattform einsatzbereit sein.

Zum angestrebten Ziel bis 2025 den Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge auf bis zu 25 Prozent zu steigern, sagte Krüger, dass dieser Anteil auch notwendig sei, um die dann schärferen Abgasnormen zu erreichen. Notwendig ist bis dahin aber auch eine weitere Effizienzsteigerung bei den konventionellen Antrieben. Deshalb, so der BMW-Chef, werde man auch in diesen Bereich weiter investieren und mit Hochdruck an noch sparsameren Motoren zu entwickeln.