Reithofer breit

Die Erwartungen sind hoch: Am kommenden Dienstag wird BMW-Chef Reithofer wohl sehr erfreuliche Finanzkennzahlen präsentieren. - Bild: BMW

Die Münchener haben nach Einschätzung von Analysten im zweiten Quartal deutliche Zuwächse bei sämtlichen Finanzkennzahlen erwirtschaftet.

Kann der Premiumbauer Audis Marge toppen?

Interessant wird die Frage sein, ob BMW die von Audi ausgewiesene operative Marge von fast 13 Prozent im zweiten Quartal toppen kann. Die Analysten von UniCredit trauen dem DAX-Konzern dies zumindest zu und rechnen mit einem Wert von 13,5 Prozent. Der dritte deutsche Premiumhersteller im Bunde, Mercedes-Benz, schaffte zwischen April und Juni eine Rendite von 10,7 Prozent.

In Sachen Ausblick ist bei BMW die Luft raus, denn diesen hat der DAX-Konzern bereits Mitte Juli angehoben. Bei den Verkäufen erwarten die Bayern nun einen Zuwachs von mehr als zehn Prozent auf mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge, nachdem zuvor mit einem Absatz von 1,5 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce gerechnet worden war. Im Automobilgeschäft soll die Rendite auf Gesamtjahressicht über einem Zehntel liegen.

Mini-Absatz legt um 30 Prozent zu

In den ersten sechs Monaten des Jahres verkaufte BMW gut 833.000 Autos, ein Plus von knapp einem Fünftel und ein neuer Rekord. Besonders gut entwickelte sich der Stadtflitzer Mini, dessen Verkäufe um fast 30 Prozent zulegten. Vor allem die große Nachfrage in Schwellenländern wie China sowie die weitere Erholung des US-Markts trieb die Verkäufe an.

Neben den Zahlen dürfte der Markt vor allem an Aussagen des Managements zu den Auswirkungen der teureren Rohstoffe und der Schuldenkrise in einigen Ländern Europas und den USA interessiert sein. Auch Fragen zur angekündigten Ausweitung der Produktionskapazitäten in Schwellenländern könnten auf der Agenda stehen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke