Volkmar Denner

Volkmar Denner: Bei all unseren Sparbemühungen muss die Belegschaft kein Diktat des Rotstiftes fürchten. - Bild: Bosch

“Wenn wir auf stagnierende Märkte in Europa sozialverträglich reagieren wollen, müssen wir uns frühzeitig darauf einstellen”, sagte der Unternehmenschef am vergangenen Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Die Belegschaft müsse nun aber kein Diktat des Rotstiftes fürchten.

Standorte sollen ihre Sparwege selber mitgestalten

Vielmehr gehe es beim Sparen um intelligente Wege, die jeder Standort im eigenen Interesse selber mitgestalten solle. “Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ist für uns eine Daueraufgabe. Also werden wir im laufenden Jahr intensiv an Prozessen und Kosten arbeiten und wo notwendig Strukturen verschlanken”, sagte Denner. Es handele sich um einen laufenden Prozess ohne Planziel für einen Jobabbau.

Bosch hatte bereits im Januar bei der Vorlage enttäuschender Jahreszahlen angekündigt, dass die Belegschaft hierzulande im Jahr 2013 wahrscheinlich nicht mehr wachsen werde.

Stagnation in Europa

Bosch sieht den Heimatkontinent womöglich auf Jahre in einer schwierigen Situation ohne große Wachstumsperspektiven. Denner hatte dem am Freitag erschienenen Manager-Magazin gesagt: “Wenn sich unsere Analyse bewahrheitet, werden die Märkte in Europa über einige Jahre stagnieren.”

Bereits Ende 2012 hatte Bosch zusammen mit Vertretern der Arbeitnehmerschaft die Weichen für mehr Flexibilität gestellt. Dazu gehört beispielsweise die neue Möglichkeit, Arbeitszeit und Lohn auch ohne das Instrument der Kurzarbeit reduzieren zu können.

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dpa/Guido Kruschke