Bosch-CEO Volkmar Denner auf der IAA 2019 in Frankfurt.

Volkmar Denner, CEO des Zulieferers Bosch, sieht die Gesetzesvorhaben der EU zu den Abgaswerten kritisch. Bild: Bosch

| von Claas Berlin

Eine Entscheidung über Rahmen, Umfang, Grenzwerte oder Fristen sei aber noch nicht gefallen, hieß es. Die Autoindustrie hat allerdings schon gewarnt, dass die Pläne das Aus für den Verbrennungsmotor bedeuten könnten.

„Bosch und die gesamte deutsche Autoindustrie stehen zum Klimaabkommen von Paris und den damit verbundenen Zielen der EU“, sagte Denner am Dienstag. „Dafür brauchen wir keine Verbotspolitik, sondern wir müssen schnellstmöglich die Schwächen der heutigen Regulierung beseitigen.“ Emissionen müssten endlich unter realen Fahrbedingungen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet werden.

Denner sagte, die Vorschläge böten Anlass zur Sorge, „weil wir klimafreundliche Technologien von vornherein ausschließen und sehenden Auges in eine Zielverfehlung laufen“. Die Klimaziele seien nur mit einem offenen und breiten technologischen Ansatz zu schaffen. Es würden Elektromobilität und alternative Kraftstoffe gleichermaßen gebraucht. Bosch steckt viel Geld unter anderem in die Elektromobilität, ein großer Teil des Geschäfts hängt aber auch am Verbrennungsmotor. Denner macht sich deshalb schon lange dafür stark, alternative Kraftstoffe stärker in den Blick zu nehmen.

Mit Blick auf den Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstagabend sagte Denner, der Schulterschluss von Politik und Industrie sei in der momentanen Situation besonders wichtig. Dass auch über Themen wie Wasserstoff, vernetztes und automatisiertes Fahren sowie über die Nutzung von Mobilitätsdaten diskutiert werden solle, begrüße er ausdrücklich.

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