Bernd Bohr

Bernd Bohr: "2020 werden von insgesamt weltweit 110 Millionen Neufahrzeugen bereits 12 Millionen mit elektrifiziertem Antrieb unterwegs sein." - Bild: Bosch

Das sagte Bernd Bohr, scheidender Geschäftsführer der Kfz-Sparte. Bosch hatte in seinem größten Geschäftsbereich lange schwer mit den Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa zu kämpfen. Die Probleme auf dem Kontinent sind aber trotz der wieder besseren Aussichten noch nicht ausgestanden.

Dennoch rechnet Bohr, der den Traditionskonzern in wenigen Wochen verlässt, für 2013 mit Zuwächsen in seinem Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik: “2013 sehen wir ein Wachstum im operativen Geschäft zwischen drei und fünf Prozent”, sagte der Manager laut Redetext auf einer Veranstaltung in Boxberg in Baden-Württemberg. Für die weltweite Fahrzeugproduktion rechnet Bosch bisherigen Angaben zufolge dagegen nur mit einem Zuwachs von drei Prozent – halb so viel wie im Vorjahr.

Entwicklung leistungsfähiger Lithium-Ionen-Batterien

Bei der Elektrifizierung des Antriebsstrangs geht der Manager davon aus, dass diese langsam aber sicher an Bedeutung gewinnen wird: “Noch bewegen uns vor allem Diesel und Benziner, und das wird im Laufe dieser Dekade auch noch so bleiben”, gestand er zwar ein. 2020 würden von insgesamt weltweit 110 Millionen Neufahrzeugen allerdings bereits 12 Millionen mit elektrifiziertem Antrieb unterwegs sein.

Das Ziel von Bosch sei es, Lithium-Ionen-Batterien zu entwickeln, die bei halbierten Kosten pro Kilowattstunde mindestens doppelt so hohe Reichweiten ermöglichten wie bisher.

Der Akku gilt als Herzstück des Elektroautos – und momentan auch als die größte Hürde für die Alltagstauglichkeit der Technologie.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke