Fertigung von Radarsensensoren von Bosch für Fahrerassistenzsysteme

Fertigung von Radarsensensoren von Bosch: Bereits für 2016 sieht das Unternehmen die Umsatzmilliarde bei Fahrerassistenzsystemen als erreichbar an. Bild: Bosch

Während es bei den Industriebereichen 2013 schwach lief, legte die Kraftfahrzeugsparte beim Umsatz um 6,7 Prozent auf 30,6 Milliarden Euro zu. Der Bosch-Konzern steigerte sein Gesamtergebnis um 3,1 Prozent auf 46,1 Milliarden Euro.

Wie Bosch-Chef Volkmar Denner bei der Bilanzpressekonferenz heute (Mittwoch, 30. April) am Stammsitz in Gerlingen erklärte, erwartet er angesichts der leicht gestärkten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2014 ein beschleunigtes Wachstum. Dabei beließ er es aber bei einem vorsichtig-optimistischen Ausblick mit einem erwarteten Wachstum in einem Korridor von drei bis fünf Prozent.

Umsatzmilliarde bei Fahrassistenzsystemen

Ginge es nur nach dem Autogeschäft, wäre die Prognose wohl deutlich höher ausgefallen. Dort brummt das Geschäft der Schwaben auf breiter Linie. Hätten ungünstige Wechselkurse das Geschäft nicht verhagelt, wäre das Umsatzwachstum 2013 mit 10,3 Prozent zweistellig ausgefallen. Aber auch die 6,7 Prozent können sich sehen lassen. Für Denner besonders erfreulich: mit 7,7 Prozent Umsatzrendite vor Steuern kratzt die Kraftfahrzeugtechnik am herausgegebenen Renditeziel von acht Prozent. Zum starken Auto-Ergebnis haben 2013 erheblich die “Bosch-Klassiker” Benzin-Direkteinspritzung und Common-Rail-Systeme für Dieselfahrzeuge beigetragen. Und das Wachstum geht weiter: In diesem Jahr erwartet Bosch bei den Benzin-Direkteinspritzern ein Plus von 2 Millionen auf 9 Millionen verkaufte Einheiten, bei den Common-Rail-Systemen erwartet Denner, dass die Marke von 10 Millionen Einheiten fallen wird.

Von der Bedeutung für den Umsatz können hier Zukunftsfelder wie mikromechanische Sensoren im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung von Fahrassistenzsystemen und dem Autonomen Fahren noch nicht mithalten. Die Entwicklung in diesen Bereichen bezeichnete Denner aber als sehr erfreulich. So erwartet er einen Anstieg beim Absatz von Ultraschallsensoren von 40 Millionen im Jahr 2013 auf 50 Millionen in diesem Jahr, bei den Video- und Radarsensoren soll sich der Absatz in diesem Jahr auf zwei Millionen verdoppeln. Angesichts des derzeitigen Wachstumstempos werde man die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro bereits 2016 erreichen und damit früher als erwartet.

Alle Beiträge zum Stichwort Bosch

Frank Volk