Die wichtigsten Wachstumsmärkte des mittelständischen Automobilzulieferers bleiben China und die

Die wichtigsten Wachstumsmärkte des mittelständischen Automobilzulieferers bleiben China und die USA. In beiden Ländern sind nach Geisels Worten umfangreiche Arbeiten zum Ausbau der Produktionskapazitäten im Gange. Sowohl bei Boysen USA LLC in Gaffney (US-Bundesstaat South Carolina) als auch bei BES Boysen Exhaust Systems (Shenyang) Ltd. sei die vorhandene Produktionsfläche durch den Neubau einer Halle verdoppelt worden. Darüber hinaus plane Boysen, in den kommenden fünf Jahren in Europa, Afrika und in Amerika eine Reihe neuer Produktionsstätten in unmittelbarer Nähe zu den Produktions- und Montagewerken der Kunden zu einzurichten. Im Dezember habe Boysen bereits ein neues Tochterunternehmen in Ägypten gegründet. ?Die weitere Globalisierung der Unternehmensgruppe ist notwendige Voraussetzung, um von Wachstumspotenzialen zu profitieren?, sagte Rolf Geisel.

Der Abgas-Spezialist Boysen hat die jüngste Krise in der Automobilwirtschaft überdurchschnittlich gut bewältigt. Deshalb kündigte Boysen-Geschäftsführer Rolf Geisel an, dass die rund 950 Beschäftigten der Friedrich Boysen GmbH für das Geschäftsjahr 2010 eine Erfolgsbeteiligung zwischen 700 und 1900 Euro erhalten werden. „Das Thema Mitarbeiterbeteiligung hat uns schon lange Zeit beschäftigt“, sagte Geisel. Er hofft, so Geisel, dass die Aussicht auf eine Erfolgsbeteiligung den Beschäftigten einen zusätzlichen Anreiz bietet, sich auch in Zukunft mit ganzer Kraft für das Unternehmen einzusetzen. Boysen will durch die Stärkung der Kaufkraft seiner Mitarbeiter die lokale und regionale Wirtschaft rund um seine deutschen Standorte am Aufschwung teilhaben lassen.

Die Boysen Gruppe erwartet für das zu Ende gehende Geschäftsjahr (31.12.2010) ein Umsatzwachstum von gut 16 Prozent auf 740 Millionen Euro (Vorjahr: 634 Millionen Euro). Beim Personal ist das Unternehmen zum Jahresende um rund 6 Prozent auf 1800 Beschäftigte gewachsen. Der Boysen Geschäftsführer kündigte ferner an, dass die Produktion an den Altensteiger Standorten Bömbach, Turmfeld und Walddorf im Rahmen der Zukunftssicherung des Unternehmens von Grund auf neu geordnet werde. Im Zuge der Strukturreform werde Boysen allein 2011 rund 50 Millionen Euro in den Aufbau eines neuen Werksteiles im Turmfeld investieren.

Dank der guten Verkaufszahlen der Hauptkunden Audi, BMW und Mercedes ist der Spezialist für Abgastechnik früher als ursprünglich erwartet zurück in der Erfolgsspur. Die Boysen Gruppe, so Geisel, werde auf absehbare Zeit weiter wachsen. Auch der Blick auf das gerade begonnene Geschäftsjahr stimmt ihn optimistisch. „Wir rechnen für 2011 mit einem Umsatzwachstum in der Größenordnung von gut 20 Prozent auf dann 900 Millionen Euro“, sagte Geisel und fügte hinzu: „Besonders erfreulich daran ist, dass dieses Wachstum nicht nur aus dem Ausland kommen wird, wie wir noch bis vor kurzem annehmen mussten, sondern zu gut der Hälfte auch aus dem Inland.“ Bei der Zahl der Beschäftigten in der Gruppe rechnet Boysen mit einem Anstieg auf 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die wichtigsten Wachstumsmärkte des mittelständischen Automobilzulieferers bleiben China und die USA. In beiden Ländern sind nach Geisels Worten umfangreiche Arbeiten zum Ausbau der Produktionskapazitäten im Gange. Sowohl bei Boysen USA LLC in Gaffney (US-Bundesstaat South Carolina) als auch bei BES Boysen Exhaust Systems (Shenyang) Ltd. sei die vorhandene Produktionsfläche durch den Neubau einer Halle verdoppelt worden. Darüber hinaus plane Boysen, in den kommenden fünf Jahren in Europa, Afrika und in Amerika eine Reihe neuer Produktionsstätten in unmittelbarer Nähe zu den Produktions- und Montagewerken der Kunden zu einzurichten. Im Dezember habe Boysen bereits ein neues Tochterunternehmen in Ägypten gegründet. „Die weitere Globalisierung der Unternehmensgruppe ist notwendige Voraussetzung, um von Wachstumspotenzialen zu profitieren“, sagte Rolf Geisel.

In dem zunehmenden Engagement im Ausland sieht Geisel keine Schwächung des Unternehmensstandortes Deutschland. „In der aktuellen Konstellation tragen auch die Auslandsaktivitäten dazu bei, Arbeitsplätze im Inland zu erhalten“, so Geisel wörtlich. „Wir setzen uns weiterhin mit aller Kraft für den Erhalt unserer gegenwärtig rund 1500 Arbeitsplätze in Deutschland ein.“ Nach einer Phase der Unsicherheit sei er inzwischen wieder davon überzeugt, dass es gelingen werde, den aktuellen Bestand langfristig zu sichern. „Bei Boysen hat es seit Mitte der 70er Jahre keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben“, so Rolf Geisel wörtlich. „Auch 2011 muss keiner unserer Beschäftigten Angst um seinen Arbeitsplatz haben.“