Brasilien, Rio de Janeiro: Zuckerhut

Zurzeit leidet der brasilianische Automarkt. Jetzt soll eine Finanzspritze Abhilfe schaffen. – Bild: Archiv

Das scheint bitter notwendig. Schließlich verdüstert sich die Lage auf Brasiliens Automarkt immer mehr. Im Juli brach der Fahrzeugverkauf um 22,8 Prozent ein. Das ist das schlechteste Ergbenis seit 2007.

Das Minus nach den ersten sieben Monaten liegt bei 20 Prozent. Bislang wurden knapp 1,49 Millionen Fahrzeuge verkauft. Angesichts der miserablen Marktverfassung, gezeichnet von hoher Inflation und hohen Zinsen, hat auch die National Federation of Motor Vehicle Distributers Fenabrave für 2015 die weiße Fahne gehisst. So sagte der Präsident der Vereinigung, Alarico Assumpcao Junior, gegenüber Reuters, dass er in diesem Jahr nicht mehr mit einer Besserung rechne. Auch die deutschen Autobauer mussten ihre Produktion deutlich drosseln und ließen sie in einzelnen Werken sogar zeitweise ruhen.

Auch die Marktexperten von IHS Automotive haben nun schon zum wiederholten Mal die Absatzerwartungen nach unten korrigiert. Hatte IHS zunächst noch ein Minus von 19.5 Prozent auf 2,68 Millionen Einheiten prognostiziert, wurde erst kürzlich die Erwartung auf 2,53 Millionen Einheiten abgesenkt (-23 Prozent). Nun heißt es, der Markt könne auch unter 2,5 Millionen abrutschen.

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gp