Brasilien, Rio de Janeiro: Zuckerhut

Die Krise auf Brasiliens Automarkt wird wohl erstmal andauern. Bild: Archiv

Die Abwärtsspirale hat im Dezember 2015 zum Jahresende noch einmal richtig Fahrt aufgenommen. Die Verkäufe in dem südamerikanischen Land sind um gut 38 Prozent eingebrochen. Ein Lichtblick in dieser Krise sind die starken Exportzahlen. So ist die Ausfuhr von in Brasilien gefertigten Fahrzeugen 2015 im Vergleich zum Vorjahreswert um knapp 26 Prozent gewachsen. Doch auch das konnte nicht den Rückgang der Produktionszahlen verhindern. So fertigten die OEMs im vergangenen Jahr rund 22 Prozent weniger Autos in dem Land als noch 2014.

Damit lief das Autojahr in Brasilien laut den Marktbeobachtern von IHS sogar noch schlechter als erwartet. Da eine Erholung der brasilianischen Wirtschaft und infolgedessen keine Verbesserung des Konsumententvertrauens mittelfristig nicht in Sicht ist, sehen die Experten auch für 2016 schwarz. Die Prognose für dieses Jahr lautet: Ein weiterer Rückgang der Verkaufszahlen um fast 14 Prozent. Nur noch rund 2,1 Millionen Autos werden voraussichtlich abgesetzt. Wohl erst 2019 werde der Absatz aller OEMs wieder auf über 2,5 Millionen Einheiten steigen.

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Gabriel Pankow