Nissan-Produktion im britischen Sunderland

Die Automobilproduktion in Großbritannien ist infolge der Corona-Pandemie deutlich eingebrochen. Bild: Nissan

Dies teilte der Industrieverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) am Donnerstag in London mit. Die Pandemie, der Brexit und die von Premierminister Boris Johnson angekündigte komplette Umstellung auf Elektrofahrzeuge in weniger als einem Jahrzehnt belasteten die Branche, sagte SMMT-Chef Mike Hawes. Sollten sich Brüssel und London nicht auf einen Brexit-Handels-Pakt einigen, rechnet der Verband mit Verlusten von mehr als 55 Milliarden Pfund (mehr als 61 Milliarden Euro) in den kommenden fünf Jahren.

Im Oktober brach die Produktion um fast ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Etwa 110.000 Fahrzeuge hätten die Fabriken verlassen - fast 24.500 weniger als im Oktober 2019, heißt es seitens des Verbandes. Vor allem die Exporte in die EU und die USA gingen zurück. Dagegen sind laut SMMT mehr Fahrzeuge nach China und Japan verkauft worden, wo die Corona-Maßnahmen derzeit nicht so strikt seien.

Premier Johnson will von 2030 an den Verkauf von Dieselwagen und Benzinern verbieten. Der Verkauf von Hybrid-Modellen soll hingegen noch bis 2035 erlaubt bleiben.

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