Kiekert Gebäude

Die Zulieferer Kiekert und Brose sind für Verstöße gegen Wettbewerbsregeln in den Jahren 2009 bis 2012 zu Strafzahlungen verurteilt worden. Bild: Kiekert

| von Werner Beutnagel

Den Ermittlungen zufolge sprachen die Firmen unter anderem Preise für Fensterheber, Schließsysteme oder Türteile miteinander ab und tauschten vertrauliche Informationen aus. "Solche Kartelle schaden letztlich den europäischen Verbrauchern und mindern die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie", erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Auch der kanadische Zulieferkonzern Magna beteiligte sich laut der Brüsseler Behörde an den illegalen Abstimmungen - er kam aber straffrei davon, weil er die Kommission ins Bild gesetzt hatte. Magna und Brose hätten die Türmodule und Fensterheber an Daimler geliefert, hieß es. Zusammen mit Kiekert verkaufte Magna zudem Komponenten für Schlösser an Daimler und BMW. Im Fall von Kiekert liegt die Geldbuße bei knapp 15 Millionen Euro, bei Brose bei etwa 3,2 Millionen Euro.

Vestager sagte, die Teilnehmer des Kartells hätten mithilfe ihrer geheimen Kontakte Preissenkungen verhindern und so ihre Gewinne mit den Bauteilen erhöhen wollen. Es habe sowohl persönliche Treffen als auch Absprachen per Telefon oder E-Mail gegeben. Der betreffende Zeitraum reichte von Juni 2009 bis Mai 2012.

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