VW-Logo

Ein "Aktionsplan" von VW sieht laut einem Pressebericht vor, bis Herbst 2017 alle von der Diesel-Manipulation betroffenen Fahrzeuge zu reparieren. Der EU-Kommission reicht demzufolge aber ein einfacher Rückruf nicht aus. Bild: ks

"VW unterstreicht in dem vorgeschlagenen Plan die Absicht, die Unannehmlichkeiten für die Verbraucher zu minimieren, aber der Plan enthält keine einzige spezifische Maßnahme um das zu erreichen", schrieb die für Verbraucher- und Justizfragen zuständige EU-Kommissarin Vera Jourova laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (Ausgabe vom 24. Oktober) an den VW-Konzern. Das Schreiben liege der Redaktion in wesentlichen Auszügen vor, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Mit dem Schreiben reagiere Jourova auf einen "Aktionsplan", den VW am 5. Oktober in Brüssel eingereicht habe und der vorsehe, bis Herbst 2017 alle von der Diesel-Manipulation betroffenen Fahrzeuge zu reparieren. Für Jourova sei aber ein normaler Rückruf allein zu wenig.

Vielmehr habe die Justizkommissarin klargestellt, dass der Entschädigungsplan den Kunden weitere Vorteile anbieten solle, die deutlich über das hinausgingen, was normalerweise Kunden gewährt werde, wenn sie ihre Autos wegen unvorhersehbarer technischer Probleme zurückbringen müssten. So solle VW beispielsweise bestimmten Kunden besonders schnelle Reparaturen oder einen Rückkauf "zu vorteilhaften Bedingungen" anbieten.

Am kommenden Donnerstag werde VW-Krisenmanager und Einkaufsvorstand Francisco Garcia Sanz in Brüssel mit Jourova über die Entschädigungsleistungen verhandeln, heißt es weiter in dem Bericht.

Fotoshow: VW muss nach Milliarden-Vergleich weiter bangen

  • Der Fall ist auch nach der finalen Zustimmung zum Kompromiss mit US-Klägern für Volkswagen nicht ausgestanden. Bild: VW

    Der Fall ist auch nach der finalen Zustimmung zum Kompromiss mit US-Klägern für Volkswagen nicht ausgestanden. Bild: VW

  • Richter Charles Breyer will bekanntgeben, ob er dem zwischen VW und US-Zivilklägern ausgehandelten Kompromiss zur Beilegung des Rechtsstreits endgültig zustimmt. Davor will er sich noch einmal umfassend von den Streitparteien informieren lassen. Die Agenda der Anhörung lässt vermuten, dass dies einige Stunden dauern könnte. Bild: Wikipedia, Scott Wallace Johnston

    Richter Charles Breyer will bekanntgeben, ob er dem zwischen VW und US-Zivilklägern ausgehandelten Kompromiss zur Beilegung des Rechtsstreits endgültig zustimmt. Davor will er sich noch einmal umfassend von den Streitparteien informieren lassen. Die Agenda der Anhörung lässt vermuten, dass dies einige Stunden dauern könnte. Bild: Wikipedia, Scott Wallace Johnston

  • Die Entscheidung dürfte entweder direkt im Anschluss oder in den nächsten Tagen fallen. VW hatte sich mit geschädigten Kunden sowie US-Behörden auf eine Vergleichszahlung von bis zu 14,7 Milliarden US-Dollar (13,4 Milliarden Euro) verständigt. Bild: VW

    Die Entscheidung dürfte entweder direkt im Anschluss oder in den nächsten Tagen fallen. VW hatte sich mit geschädigten Kunden sowie US-Behörden auf eine Vergleichszahlung von bis zu 14,7 Milliarden US-Dollar (13,4 Milliarden Euro) verständigt. Bild: VW

  • Später erhöhte sich die Summe durch Einigungen mit Staatsanwälten und Autohändlern auf 16,5 Milliarden US-Dollar. Bild: VW

    Später erhöhte sich die Summe durch Einigungen mit Staatsanwälten und Autohändlern auf 16,5 Milliarden US-Dollar. Bild: VW

  • Dass Breyer den bislang teuersten Vergleich in der Automobil-Geschichte genehmigen wird, gilt als sehr wahrscheinlich. Der Richter hatte das Entschädigungsangebot des Konzern bereits vor Monaten als fair und angemessen eingestuft. Bild: Eyetronic-Fotolia.com

    Dass Breyer den bislang teuersten Vergleich in der Automobil-Geschichte genehmigen wird, gilt als sehr wahrscheinlich. Der Richter hatte das Entschädigungsangebot des Konzern bereits vor Monaten als fair und angemessen eingestuft. Bild: Eyetronic-Fotolia.com

  • Bei der bislang erzielten Einigung geht es um rund 475 000 VW-Dieselwagen mit kleineren 2,0-Liter-Motoren. Bei etwa 85.000 Dickschiffen des Konzerns, die mit 3,0-Liter-Antrieb der Tochter Audi unterwegs sind, ringt man weiterhin mit den US-Behörden um eine Lösung. Bild: VW

    Bei der bislang erzielten Einigung geht es um rund 475 000 VW-Dieselwagen mit kleineren 2,0-Liter-Motoren. Bei etwa 85.000 Dickschiffen des Konzerns, die mit 3,0-Liter-Antrieb der Tochter Audi unterwegs sind, ringt man weiterhin mit den US-Behörden um eine Lösung. Bild: VW

  • Bis zur nächsten Anhörung am 3. November will Breyer konkrete Vorschläge sehen, wie diese laut US-Regulierern ebenfalls mit illegaler Software zur Abgaskontrolle ausgerüsteten Autos in einen gesetzeskonformen Zustand versetzt werden können. Bild: VW

    Bis zur nächsten Anhörung am 3. November will Breyer konkrete Vorschläge sehen, wie diese laut US-Regulierern ebenfalls mit illegaler Software zur Abgaskontrolle ausgerüsteten Autos in einen gesetzeskonformen Zustand versetzt werden können. Bild: VW

  • Daran doktern die Ingenieure des Konzerns jedoch schon seit Monaten - bislang vergeblich. Sollte eine technische Umrüstung nicht möglich sein, könnte VW gezwungen sein, Kunden wie bereits bei den 2,0-Liter-Modellen Rückkäufe anzubieten. Bild: VW

    Daran doktern die Ingenieure des Konzerns jedoch schon seit Monaten - bislang vergeblich. Sollte eine technische Umrüstung nicht möglich sein, könnte VW gezwungen sein, Kunden wie bereits bei den 2,0-Liter-Modellen Rückkäufe anzubieten. Bild: VW

  • Da es sich bei den größeren Wagen mitunter um teure Luxusmodelle der Oberklassetöchter Audi und Porsche handelt, dürfte das noch einmal richtig ins Geld gehen. Bild: Audi

    Da es sich bei den größeren Wagen mitunter um teure Luxusmodelle der Oberklassetöchter Audi und Porsche handelt, dürfte das noch einmal richtig ins Geld gehen. Bild: Audi

  • Zudem könnte der Fall auch zu neuen Spannungen führen, da Motorenentwickler Audi die Täuschungsvorwürfe der US-Behörden bislang zurückweist. Bild: VW

    Zudem könnte der Fall auch zu neuen Spannungen führen, da Motorenentwickler Audi die Täuschungsvorwürfe der US-Behörden bislang zurückweist. Bild: VW

  • Kurz nachdem VW die erste grundsätzliche Einigung im Massen-Rechtsstreit erzielt hatte, legte eine Reihe von Bundesstaaten bereits mit neuen Klagen nach. Vermont, Maryland, Massachusetts, New York, Washington und Pennsylvania wollen den Konzern wegen Verstößen gegen Umweltgesetze zur Rechenschaft ziehen. Bild: VW

    Kurz nachdem VW die erste grundsätzliche Einigung im Massen-Rechtsstreit erzielt hatte, legte eine Reihe von Bundesstaaten bereits mit neuen Klagen nach. Vermont, Maryland, Massachusetts, New York, Washington und Pennsylvania wollen den Konzern wegen Verstößen gegen Umweltgesetze zur Rechenschaft ziehen. Bild: VW

  • VW strebt auch hier einen Vergleich an, spätestens am 1. November sollen die Verhandlungen beginnen. Weitere US-Staaten können sich den Klagen noch anschließen, dann würde es noch teurer. Bild: VW

    VW strebt auch hier einen Vergleich an, spätestens am 1. November sollen die Verhandlungen beginnen. Weitere US-Staaten können sich den Klagen noch anschließen, dann würde es noch teurer. Bild: VW

  • Den größten Brandherd für VW dürften aber die strafrechtlichen Ermittlungen der US-Justiz darstellen. Nachdem im September der erste in den Skandal involvierte Ingenieur im Zuge einer Strafanzeige ein Geständnis abgelegt und Kooperation mit den US-Behörden versprochen hat, bleibt abzuwarten, wen der langjährige Mitarbeiter noch alles belastet. Bild: Stefan-Redel-Fotolia.com

    Den größten Brandherd für VW dürften aber die strafrechtlichen Ermittlungen der US-Justiz darstellen. Nachdem im September der erste in den Skandal involvierte Ingenieur im Zuge einer Strafanzeige ein Geständnis abgelegt und Kooperation mit den US-Behörden versprochen hat, bleibt abzuwarten, wen der langjährige Mitarbeiter noch alles belastet. Bild: Stefan-Redel-Fotolia.com

  • Das US-Justizministerium prüfe bereits, welches Strafmaß man dem Konzern wegen krimineller Vergehen zumuten könnte, berichtete der Finanzdienst Bloomberg vor wenigen Wochen unter Berufung auf Insider. VW und das Ministerium wollten sich dazu nicht äußern. Bild: VW

    Das US-Justizministerium prüfe bereits, welches Strafmaß man dem Konzern wegen krimineller Vergehen zumuten könnte, berichtete der Finanzdienst Bloomberg vor wenigen Wochen unter Berufung auf Insider. VW und das Ministerium wollten sich dazu nicht äußern. Bild: VW