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Ein "Aktionsplan" von VW sieht laut einem Pressebericht vor, bis Herbst 2017 alle von der Diesel-Manipulation betroffenen Fahrzeuge zu reparieren. Der EU-Kommission reicht demzufolge aber ein einfacher Rückruf nicht aus. Bild: ks

| von Andreas Karius

"VW unterstreicht in dem vorgeschlagenen Plan die Absicht, die Unannehmlichkeiten für die Verbraucher zu minimieren, aber der Plan enthält keine einzige spezifische Maßnahme um das zu erreichen", schrieb die für Verbraucher- und Justizfragen zuständige EU-Kommissarin Vera Jourova laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (Ausgabe vom 24. Oktober) an den VW-Konzern. Das Schreiben liege der Redaktion in wesentlichen Auszügen vor, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Mit dem Schreiben reagiere Jourova auf einen "Aktionsplan", den VW am 5. Oktober in Brüssel eingereicht habe und der vorsehe, bis Herbst 2017 alle von der Diesel-Manipulation betroffenen Fahrzeuge zu reparieren. Für Jourova sei aber ein normaler Rückruf allein zu wenig.

Vielmehr habe die Justizkommissarin klargestellt, dass der Entschädigungsplan den Kunden weitere Vorteile anbieten solle, die deutlich über das hinausgingen, was normalerweise Kunden gewährt werde, wenn sie ihre Autos wegen unvorhersehbarer technischer Probleme zurückbringen müssten. So solle VW beispielsweise bestimmten Kunden besonders schnelle Reparaturen oder einen Rückkauf "zu vorteilhaften Bedingungen" anbieten.

Am kommenden Donnerstag werde VW-Krisenmanager und Einkaufsvorstand Francisco Garcia Sanz in Brüssel mit Jourova über die Entschädigungsleistungen verhandeln, heißt es weiter in dem Bericht.

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