Kältemittel / Klimaanlage

Die Chemiekonzerne Honeywell und Dupont stehen im Verdacht, die Preise für das Kältemittel R1234yf künstlich verknappt zu haben. Bild: Viper – Fotolia.com

Der Ausgang des Verfahrens sei aber weiter offen, betonte die Behörde. Sie prüft seit Dezember 2011, ob die Konzerne sich bei einem Kältemittel für Auto-Klimaanlagen abgesprochen haben. Laut Honeywell entbehren die Vorwürfe “jeglicher Grundlage”. Die Entwicklung des Mittels sei “kostenaufwendig und risikoreich” gewesen.

Die Chemikalie mit dem Namen R1234yf ist derzeit das einzige im Handel verfügbare Kältemittel, das EU-Klimaauflagen für neue Automodelle entspricht. Ab 2017 gilt die Vorgabe für alle Neuwagen. Der deutsche Autobauer Daimler setzt R1234yf nicht ein, weil er es für feuergefährlich hält und nutzt deshalb einen weitgehend verbotenen Vorläufer. Gegen die Bundesregierung läuft deswegen ein Verfahren wegen Verletzung der EU-Verträge. Dieses hat aber keine Verbindung zu dem Wettbewerbsfall.

Die vermutete Zusammenarbeit zwischen Honeywell und Dupont hat nach derzeitiger Einschätzung der EU-Kommission zu einer Verknappung des Angebots an R1234yf geführt und zu einer Einschränkung der technischen Entwicklung. Beide Firmen können nun zu den Vorwürfen der EU-Kommission Stellung beziehen. Falls die Brüsseler Behörde das Kartell als erwiesen sieht, kann sie eine Strafe von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen.

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dpa-AFX/ks