Wolfgang Dürheimer

Wolfgang Dürheimer: Das Projekt steckt noch in einem frühen Stadium. Bislang gibt es nicht viel mehr als "erste Skizzen in der Designabteilung. - Bild: VW

“Meine Aufgabe ist, mit Bugatti ein ausgeglichenes Ergebnis zu erarbeiten und unsere Kenntnisse der neuen Technologien dem Konzern zur Verfügung zu stellen”, sagte Bugatti-Chef Wolfgang Dürheimer “Handelsblatt Online”. Bugatti solle “die Entwicklung eines neuen Modells selbst aus den laufenden Einnahmen finanzieren” können.

Galibier steht in den Startlöchern

Dürheimer plant neben der Reiselimousine Galibier einen Nachfolger für den rund eine Million Euro teuren Supersportwagen Veyron. “Um die Produktion besser auszulasten, möchte ich zwei Baureihen etablieren, mit versetzten Lebenszyklen”, sagte Dürheimer.

Statt nur 300 Stück wie vom Supersportwagen Veyron zu bauen, liebäugelt der Manager mit einer größeren Anzahl. Nachdem er intern Geschäftsmodelle zwischen 500 und 1.500 Einheiten durchrechnen ließ, könnten es Branchenkreisen zufolge am Ende sogar 3.000 Autos werden – für Bugatti eine gewaltige Zahl. „Wir erwarten höhere Stückzahlen als beim Veyron“, lässt Dürheimer dem “Handelsblatt” gegenüber durchblicken.

Derzeit arbeiteten die gut 200 Bugatti-Mitarbeiter an der Entwicklung des Galibier, der bis zu fünf Insassen Platz bietet und ebenfalls gut eine Million Euro kosten wird. Einem günstigeren Modell wie bei der Schwestermarke Bentley erteilt der Manager eine Absage. Bugatti solle weiter super-exklusiv bleiben.

Geschäft mit Luxusautos boomt

Vorerst brummt das Geschäft: Branchenexperte Christoph Stürmer vom Brancheninstitut IHS Automotive erwartet für das laufende Jahr ein sattes Absatzplus von mehr als 20 Prozent. Auch für das kommende Jahr ist er optimistisch. „Wir rechnen mit einer Abkühlung des Wachstums, aber nicht mit einem Rückgang“, sagte Stürmer.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke