Bugatti Veyron

Der Nachfolger des Bugatti Veyron (im Bild das aktuelle Modell) soll noch stärker und schneller werden. 460km/h sind das Ziel der Ingenieure. Bild: Bugatti

Der Bugatti soll wie das aktuelle Modell als Mittelmotor-Sportwagen aufgebaut sein, der seine überbordende Kraft mit Hilfe einer Lamellenkupplung auf alle vier Räder verteilt. Dabei soll das neue Modell die Leistung des Veyron noch übetreffen ? 1.500 PS sind das erklärte Ziel. Dafür soll der bekannte W16 Motor modifiziert werden. Dank elektrischer Turbolader und Direkteinspritzung soll die Leistung gesteigert und die Schadstoffemissionen reduziert werden. Beim aktuellen Veyron liegt der CO2-Ausstoß noch bei 596 Gramm pro Kilometer. Der Veyron Nachfolger soll die Euro 6-Norm erfüllen.

Zusätzlicher Elektromotor fest eingeplant

Laut Insiderinformationen sind zurzeit fünf Prototypen unterwegs, um die verschiedenen Antriebsstrangkonzepte zu testen. Auf jeden Fall soll aber ein Elektromotor, der direkt ans Getriebe angeschlossen ist, die Basis des System bilden. Um das Gewicht des Supersportwagens zu senken wird ein Carbonfaser Monocoque zum Einsatz kommen. Am Design wird sich aber wohl nicht viel gegenüber dem aktuellen Veyron verändern.

Während die Testfahrer die Prototypen auf Herz und Nieren prüfen, laufen die Planungen den Standort Molsheim weiter auszubauen. Laut Informationen der IHS-Analysten soll eine weitere Produktionslinie und eine größere Lagerhalle aufgebaut werden. Dadurch soll sich die lange Wartezeit auf einen Bugatti für die Kunden reduzieren.

Trotz exorbitanten Preisen keine schwarzen zahlen

Zwar kostete ein Veyron gut 1,7 Millionen Euro, dennoch schaffte es Bugatti nicht schwarze Zahlen zu schreiben. Deshalb sehen es die Analysten von IHS als klugen Schachzug an, den bereits vorhandenen Motor und Antriebsstrang weiterzuentwickeln, anstatt ein komplett neues System zu entwerfen. Dadurch sollen die Entwicklungskosten in einem vertretbaren Rahmen bleiben.

Auch beim neuen Modell will Bugatti die Stückzahlen limitieren, schließlich darf die Luxusmarke ihre Exklusivität nicht verlieren. 2017 will die Traditionsmarke aus Molsheim die ersten Einheiten des Supersportwagens an die betuchten Kunden ausliefern.

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Gabriel Pankow