Gruppenbild bei der Vertragsunterzeichnung.

Bei der Vertragsunterzeichnung in Shenzhen (China) stehen Patrick Koller, CEO von Faurecia, und Wang Chuanfu, Gründer und Präsident von BYD, in der Mitte nebeneinander. Bild: Faurecia

Das neu gegründete Unternehmen, die Shenzhen Automotive Parts Company, ist zu 70 Prozent im Besitz von Faurecia und zu 30 Prozent von BYD. Der neue Autozulieferer wird, laut einer Pressemeldung der französischen Faurecia, Sitzlösungen für OEM-Marken entwickeln, die mit BYD verbunden sind. Wie Faurecia-Chef Patrick Koller in der Mitteilung sagte, wird das strategische Joint Venture mit BYD dem Zulieferer dabei helfen, sein Wachstum mit China zu beschleunigen: Bis 2020 will Faurecia seinen Konzernumsatz zu 40 Prozent aus Geschäften mit chinesischen Autoherstellern generieren. Dafür haben die Franzosen eine Reihe von Unternehmen mit chinesischen Partnern gegründet. 2013 zum Beispiel brachte Faurecia gemeinsam mit Changan Auto ein 50:50-Joint-Venture auf den Weg. Zudem gründete Faurecia in diesem Jahr ein Unternehmen mit Wuling Motor und startete 2016 ein Joint Venture mit Borgward, dessen Markenrechte in der Hand der chinesischen Beiqi Foton Motor liegt. Foton wiederum ist ein Tochterunternehmen der Beijing Automotive Industry Holding (BAIC). 

Im vergangenem Jahr erzielte Faurecia laut dem Analyseinstitut IHS Makit einen weltweiten Umsatz von 18,7 Miliarden Euro. In diesem Jahr stellten die Analysten bisher ein starkes Wachstum des Zulieferers fest, wobei die Umsatzerlöse im dritten Quartal um 10,7 Prozent zunahmen. In China verzeichnete Faurecia ein Umsatzwachstum von 25,7 Prozent.