Ralf Cramer

Ralf Cramer: "Unsere Wachstumsziele sind nur mit einer weiteren Fabrik in China zu machen." - Bild: Continental

In seinem Vortrag “China on the way from volume to value” nahm Cramer die neue Automarke Qoros als gutes Beispiel, dass ein chinesischer Hersteller es bereits geschafft habe, im Bereich “value” zu punkten. Weitere würden bald folgen, so Cramer. Das hätten auch die Reden von Geely und Chery im Vorfeld seines Vortrags gezeigt. Qoros hatte kürzlich im weltweit schwierigsten EuroNCAP-Crashtest als erstes China-Fahrzeug die Wertung von fünf Punkten bekommen.

Cramer führt erst seit September als erster China-Vorstand des Konzerns die Geschäfte in China. Im vergangenen Jahr verzeichnete Continental einen Umsatz von etwa 2,7 Milliarden Euro in China, insgesamt waren es in Asien sechs Milliarden Euro. Der Asien-Anteil am Gesamtumsatz ? zuletzt 33 Milliarden Euro ? soll laut Konzernplanung in den nächsten Jahren von 18 Prozent auf 30 Prozent steigen.

Conti plant weitere Produktionsstätte

Die Wachstumsziele sind nur mit einer weiteren Fabrik in China zu machen, daher plant der Zulieferer aus Hannover ein neues Werk in China. 20 Standorte betreibt Continental bereits im Reich der Mitte. “Wir suchen gerade in Zentralchina den passenden Platz dafür, denn in Zentralchina wird auch in den nächsten Jahren das größte Wachstum innerhalb von China stattfinden”, so Cramer.

Continental beschäftigt derzeit 175.000 Mitarbeiter in 46 Ländern. Laut Cramer plant Continental nicht, seine Technologie im 1:1-Verfahren nach China zu bringen, sondern will seine Lösungen immer an den Markt und die Kundenwünsche anpassen.

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Bettina Mayer