BYD_Elektromobilität_China

Hersteller wie BYD gehören zu den Aushängeschildern Chinas bei der Entwicklung der Elektromobilität. Weil aber immer mehr Kleinanbieter ins Geschäft drängen, warnen die Behörden inzwischen vor "blindem Investment". Bild: BYD

Im neuen Fall kommt die Warnung von der nationalen Entwicklungs- und Reformkommission Chinas (NDRC). Wörtlich warnt die NDRC vor "blindem Investment" in den NEV-Bereich und meint damit ausdrücklich sowohl die Entwicklung neuer Elektroautos wie auch den Aufbau von Batteriekapazität. Konkreter wird NDRC-Funktionär Wu Wie. Er betont, dass man angesichts des rasanten Wachstums im NEV-Sektor, der in China von Elektroautos dominiert wird, darauf achten müsse, dass es beim Aufbau der Infrastruktur nicht zu Überkapazitäten kommt. Auch spricht Wu Wie das Problem an, dass sich immer mehr lokale Autobauer mit nur geringem technischen Know-how an Elektroautos versuchen. Man dürfe bei aller Förderung der Elektromobilität nicht zulassen, dass Autos und Batterien von minderwertiger Qualität an den Markt kommen.

Erst vor wenigen Wochen hatte die China 100 EV Association in ähnlicher Weise vor zunehmenden Risiken im boomenden Markt mit der Elektromobilität gewarnt. Alleine im Jahr 2015 wurden in China 30 neue Projekte zum Bau von Elektroautos angestoßen, praktisch monatlich kommen neue hinzu.

 Ausgelöst und getragen wird dieser Boom durch massive staatliche Förderung in Kombination mit Fahrverboten oder –beschränkungen für konventionell angetriebene Autos. Im ersten Halbjahr 2016  kletterte der Absatz von New Energy Vehicles um 127 Prozent auf 170.000 Einheiten.  

Fotoshow: China mit Abstand wichtigster Absatzmarkt für E-Autos

  • Platz 6: Deutschland. In der ersten Jahreshälfte 2016 verzeichnet der deutsche Markt gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres nur ein Plus von 8,7 Prozent. 10.481 E-Autos und Plug-In-Hybride setzten die Hersteller hierzulande ab. Bild: BMW

    Platz 6: Deutschland. In der ersten Jahreshälfte 2016 verzeichnet der deutsche Markt gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres nur ein Plus von 8,7 Prozent. 10.481 E-Autos und Plug-In-Hybride setzten die Hersteller hierzulande ab. Bild: BMW

  • Platz 5: Frankreich. In unserem Nachbarland erhöhten sich die Neuzulassungen von E-Autos und Plug-In-Hybriden um 55 Prozent auf 16.163 Einheiten. Bild: Renault.

    Platz 5: Frankreich. In unserem Nachbarland erhöhten sich die Neuzulassungen von E-Autos und Plug-In-Hybriden um 55 Prozent auf 16.163 Einheiten. Bild: Renault.

  • Platz 4: Großbritannien. Das Vereinigte Königreich legt wie schon im Vorjahr deutlich zu. In den ersten sechs Monaten des Jahres verkauften die OEMs dort 19.000 E-Autos und Plug-In-Hybride. Das entspricht laut CAM einem Zuwachs von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreswert. Bild: Nissan

    Platz 4: Großbritannien. Das Vereinigte Königreich legt wie schon im Vorjahr deutlich zu. In den ersten sechs Monaten des Jahres verkauften die OEMs dort 19.000 E-Autos und Plug-In-Hybride. Das entspricht laut CAM einem Zuwachs von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreswert. Bild: Nissan

  • Platz 3: Norwegen. In dem skandinavischem Land konnten die OEMs in der ersten Jahreshälfte 2016 rund 22.000 E-Autos und Plug-In-Hybride absetzen. Ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Bild: Nissan

    Platz 3: Norwegen. In dem skandinavischem Land konnten die OEMs in der ersten Jahreshälfte 2016 rund 22.000 E-Autos und Plug-In-Hybride absetzen. Ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Bild: Nissan

  • Platz 2: USA. In den Vereinigten Staaten sind die Neuzulassungen von E-Autos und Plug-In-Hybriden im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um gut ein Viertel gestiegen. Rund 66.000 E-Autos und Plug-In-Hybride wurden hier zwischen Januar und Juni 2016 verkauft. Bild: Tesla

    Platz 2: USA. In den Vereinigten Staaten sind die Neuzulassungen von E-Autos und Plug-In-Hybriden im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um gut ein Viertel gestiegen. Rund 66.000 E-Autos und Plug-In-Hybride wurden hier zwischen Januar und Juni 2016 verkauft. Bild: Tesla

  • Platz 1: China. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres setzten die OEMs im Reich der Mitte rund 170.000 E-Autos und Plug-In-Hybride ab. Laut CAM verdoppelten sich damit die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bild: Fotolia/Zhu Difeng

    Platz 1: China. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres setzten die OEMs im Reich der Mitte rund 170.000 E-Autos und Plug-In-Hybride ab. Laut CAM verdoppelten sich damit die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bild: Fotolia/Zhu Difeng