BYD_Elektromobilität_China

Hersteller wie BYD gehören zu den Aushängeschildern Chinas bei der Entwicklung der Elektromobilität. Weil aber immer mehr Kleinanbieter ins Geschäft drängen, warnen die Behörden inzwischen vor "blindem Investment". Bild: BYD

| von Frank Volk

Im neuen Fall kommt die Warnung von der nationalen Entwicklungs- und Reformkommission Chinas (NDRC). Wörtlich warnt die NDRC vor "blindem Investment" in den NEV-Bereich und meint damit ausdrücklich sowohl die Entwicklung neuer Elektroautos wie auch den Aufbau von Batteriekapazität. Konkreter wird NDRC-Funktionär Wu Wie. Er betont, dass man angesichts des rasanten Wachstums im NEV-Sektor, der in China von Elektroautos dominiert wird, darauf achten müsse, dass es beim Aufbau der Infrastruktur nicht zu Überkapazitäten kommt. Auch spricht Wu Wie das Problem an, dass sich immer mehr lokale Autobauer mit nur geringem technischen Know-how an Elektroautos versuchen. Man dürfe bei aller Förderung der Elektromobilität nicht zulassen, dass Autos und Batterien von minderwertiger Qualität an den Markt kommen.

Erst vor wenigen Wochen hatte die China 100 EV Association in ähnlicher Weise vor zunehmenden Risiken im boomenden Markt mit der Elektromobilität gewarnt. Alleine im Jahr 2015 wurden in China 30 neue Projekte zum Bau von Elektroautos angestoßen, praktisch monatlich kommen neue hinzu.

 Ausgelöst und getragen wird dieser Boom durch massive staatliche Förderung in Kombination mit Fahrverboten oder –beschränkungen für konventionell angetriebene Autos. Im ersten Halbjahr 2016  kletterte der Absatz von New Energy Vehicles um 127 Prozent auf 170.000 Einheiten.  

Fotoshow: China mit Abstand wichtigster Absatzmarkt für E-Autos

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