Unverkennbar mit Hilfe von Volvo entwickelt: der Geely GC9. Nun wurden 20 Autos in den

Unverkennbar mit Hilfe von Volvo entwickelt: der Geely GC9. Nun wurden 20 Autos in den Regierungsfuhrpark aufgenommen. Bild: Geely

Gemessen an der dominanten Rolle von Audi als bevorzugte Marke der politischen Kaste in China, wäre die Nachricht kaum der Erwähnung wert, dass nun auch Geely mit dem im vergangenen November vorgestellten GC9 in den Kreis der Fahrzeuge für den diplomatischen Dienst aufgenommen wurde. Allerdings: die Protektionismus-Tendenzen zugunsten chinesischer Marken von Regierungsseite sind in China unübersehbar. Angesichts der anhaltenden Schwäche der China-Marken am heimischen Markt gibt es schon länger Befürchtungen, die Politik könnte zu regulatorischen Maßnahmen greifen, um die lokalen Hersteller in eine bessere Wettbewerbsposition bringen. Dazu gehört auch, dass hochrangige Behördenvertreter und Regierungsmitarbeiter bei der Dienstwagenwahl auf chinesische Marken zurück greifen sollen. Gescheitert ist dies bislang daran, dass die lokalen Hersteller kaum geeignete Modelle haben.

Geely hat nun mit kräftiger Unterstützung seiner Tochtergesellschaft Volvo ein solche Modell in Gestalt des GC9 auf die Räder gestellt. Unverkennbar ist dabei der Einfluss der Schweden. Das Design stammt aus der Feder der früheren Volvo-Designers Peter Horbury, der mit dem Auftrag zu Geely geholt wurde, den Modellen der Chinesen europäischen Schliff zu verleihen. Entsprechend deutlich sind denn die Anleihen des GC9 beim Volvo S60, auf dessen Plattform die Limousine gebaut wird. In China wird das Modell seit März verkauft. Geely selbst hat mehrfach den Anspruch formuliert, die chinesische Kernmarke Richtung Premium zu entwickeln.

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Frank Volk