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Vor allem das starke China-Geschäft ließ den Hyundai-Konzernumsatz um sechs Prozent steigen. - Bild: Hyundai

Zwar sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum Vorjahresquartal um fünf Prozent auf 2,4 Billionen Won (1,6 Milliarden Euro), wie Hyundai am Donnerstag mitteilte. Trotzdem kam das Unternehmen auf die für einen Massenhersteller beachtliche Rendite von 10,4 Prozent – in diesem Bereich sind sonst die VW-Tochter Audi oder deren Oberklasse-Rivale unterwegs. Selbst Daimlers Pkw-Sparte lag zuletzt deutlich hinter diesem Wert. Vor einem Jahr hatte Hyundai sogar 11,6 Prozent vermelden können.

Im zweiten Quartal ließ vor allem das starke China-Geschäft den Konzernumsatz um sechs Prozent auf 23,2 Billionen Won (15,7 Milliarden Euro) steigen. In China hatten die Südkoreaner eine dritte Fabrik in Betrieb genommen. Der Absatz im Nachbarland kletterte in der ersten Jahreshälfte den Angaben zufolge um rund 36 Prozent auf mehr als 500 000 Fahrzeuge.

Europa weiter im Rückwärtsgang

In Europa leidet der Konzern dagegen ebenso wie die Konkurrenz unter dem schrumpfenden Automarkt und büßte seit Jahresbeginn neun Prozent des Absatzes ein. Auf dem Heimatmarkt stagnierten die Verkäufe und in den USA konnten die Südkoreaner nur um 1,2 Prozent zulegen. Dagegen zog das Geschäft in Südamerika vor allem dank eines neuen Werks in Brasilien kräftig an. Der weltweite Absatz stieg im Jahresvergleich um 9,5 Prozent auf 2,39 Millionen Fahrzeuge.

In den ersten sechs Monaten sank der Überschuss um 7,8 Prozent auf 4,6 Billionen Won (3,1 Mrd Euro). Als Gründe dafür nannte Hyundai höhere Fixkosten in den einheimischen Werken und die Abwertung der Landeswährung gegenüber Dollar und Euro.

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dpa/Guido Kruschke