Schon 90.000 Vorbestellungen: Dr. Winfried Vahland, Präsident und CEO der Volkswagen Group China

Schon 90.000 Vorbestellungen: Dr. Winfried Vahland, Präsident und CEO der Volkswagen Group China (links), und Liu Jian, Geschäftsführer Shanghai Volkswagen, bei der Präsentation des Volkswagen Tiguan auf der Auto China 2010 in Peking. - Bild: VW

Der Fahrzeugabsatz in China sprang 2009 um rund 50 Prozent, das Land lag mit 13,64 Millionen verkauften Kfz, darunter 8,4 Millionen Pkw, erstmals in einem Gesamtjahr vor dem bislang größten Einzelmarkt USA, wo 2009 krisenbedingt noch 10,43 Millionen Light Vehicles verkauft wurden. Ein Jahr zuvor waren es in den USA noch 13,24 Millionen Einheiten, in China hingegen 9,38 Millionen Autos, davon 6,73 Millionen Pkw, gewesen.

Und das chinesische Wachstum scheint ungebrochen anzuhalten: In den ersten zwei Monaten wuchs der Kfz-Absatz um 83,8 Prozent auf 2,876 Millionen verkaufte Autos.

Im ersten Quartal 2010 konnte Volkswagen etwa dank der boomenden Nachfrage aus China und Brasilien den eigenen weltweiten Absatz um 25 Prozent steigern, auf 1,73 Millionen Einheiten.

Allein in China verkauften die Wolfsburger über die Volkswagen Group China 457.300 Autos ihrer Marken VW, Skoda, Audi, und damit rund 61 Prozent mehr als im ersten Quartal 2009. Für VW ist China mittlerweile der wichtigste Markt. Bereits im vergangenen Jahr war dort der Absatz mit 1,4 Millionen Autos um rund 100.000 Einheiten höher als im Heimatmarkt Deutschland (hier inklusive Seat, Audi, VW und Skoda). Bis 2018 soll Volkswagen in China, so die Planung von Konzernchef Dr. Martin Winterkorn, pro Jahr zwei Millionen Fahrzeuge absetzen.

Von den knapp 460.000 Einheiten, die VW in China in den ersten drei Monaten verkaufte, waren 360.000 VWs, ein rund 50-prozentiges Plus; Audis Absatz stieg um mehr als drei Viertel, Skoda konnte den Absatz um 122 Prozent mehr als verdoppeln. Für 2010 peilt der Konzern ein Wachstum vor Ort an, das dem des chinesischen Gesamtmarktes entspricht. Die Aussichten in China seien für Volkswagen nach dem ersten Quartal optimistischer als bisher, heißt es aus dem Unternehmen.

Volkswagen-Vorstand Ulrich Hackenberg ist denn auch von den langfrisigen Wachstumschancen in China überzeugt: “Mittel- bis langfristig dürfte der chinesische Automarkt durchschnittlich jährlich um zehn Prozent wachsen”, so der Manager. Er sehe keine Anzeichen für eine Überhitzung, allerdings sei abhängig von der chinesischen Wirtschaftsentwicklung insgesamt auch ein zeitweiliger Rückgang im Autogeschäft nicht auszuschließen, sagte er anlässlich der Auto China 2010 in Beijing/Peking.

Winfried Vahland, VWs Statthalter für den chinesischen Markt, vermeldete gerade auch, dass Volkswagen bereits über 90.000 Vorbestellungen für das VW-Modell Tiguan vorlägen. Das Auto war gerade erst auf den dortigen Markt gebracht worden. Der Konzern erwartet auch den Verkauf von über 3.000 Phaeton-Limousinen für 2010 in China.