BYD I6 auf der Autoshow in Peking 2010: Zur Jahresmitte soll mit dem e6 ein Elektrofahrzeug

BYD I6 auf der Autoshow in Peking 2010: Zur Jahresmitte soll mit dem e6 ein Elektrofahrzeug versuchsweise in Shenzhen anbegoten werden.

Elektrofahrzeuge erhalten in den Modellregionen eine Subvention von mehr als 7.500 Euro, was im internationalen Vergleich großzügig ist und den Preis vieler Modelle auf das Niveau herkömmlicher Autos senken würde. Die Vorreiterstädte sollen Schanghai, Changchun, Shenzhen, Hangzhou und Hefei sein, zitiert das Handelsblatt einen Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Einen Zeitrahmen nannte der Bericht nicht.

China will aus mehreren Gründen an die Spitze des Elektroautomarkts. Das Land will vor allem weiter wachsen, doch wegen der großen Bevölkerung würde die Umwelt eine Mobilisierung mit Benzinern nicht verkraften. Der Übergang zum Elektroauto würde zudem den technischen Vorsprung westlicher Fahrzeughersteller wie Volkswagen oder Toyota verringern ? ein guter Teil des Wissens steckt im Benzinmotor, der damit überflüssig würde. Über das Elektroauto könnte China auch schneller selbst zum Exporteur werden, so das Kalkül. Doch die etablierten Anbieter investieren kräftig, um sich nicht abhängen zu lassen.

VW beispielsweise will in den kommenden Jahren sechs Milliarden Euro ins Chinageschäft stecken und hat gerade seinen Elektro-Beauftragten Karl-Thomas Neumann zum neuen Landeschef gemacht. Zugleich haben jedoch auch alle größeren chinesischen Hersteller eigene Elektroautos in der Mache ? teils zu extrem günstigen Preisen und bereits ab kommendem Jahr, während VW sich mit der Markteinführung erster E-Modelle noch bis 2013 Zeit lässt.