BMW in China

Wer mehr als 30.000 Fahrzeuge in China verkauft, muss ab 2019 Elektrifizierungsquoten von mindestens acht Prozent erfüllen. Bild: BMW

Miao sagte, China habe sich das Ziel gesetzt, dass NEVs im kommenden Jahr einen Anteil von acht Prozent und 2020 ein Zehntel am Gesamtumsatz in China ausmachen sollen. Der Minister für Industrie und Informationstechnologie fügte hinzu, dass China einen Zeitplan für den Verkauf von konventionell angetriebenen Autos in Betracht ziehe. Ein Abgeordneter des Nationalen Volkskongresses und Präsident von Great Wall Motor, Wang Fengying, hatte jüngst vorgeschlagen, dass lokale Regierungen Protektionismus verhindern sollten, was sich nachteilig auf die gesamte Entwicklung des Sektors auswirke. Er schlug ferner vor, dass die lokalen Regierungen, anstatt den NEV-Eigentümern finanzielle Subventionen anzubieten, zum Beispiel mehr für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur ausgeben sollen.

Im vergangenen Jahr gab das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) in China bekannt, dass Automobilhersteller, die jährlich über 30.000 konventionelle Fahrzeuge in China produzieren, ab 2019 NEV-Quoten einhalten müssen. Demnach müssen OEMs ab 2019 eine NEV-Quote von zehn Prozent der gesamten Fahrzeugverkäufe erfüllen; 2020 werden dies zwölf Prozent sein. Nach der Ankündigung haben die Autohersteller in China ihre Investitionen für die Entwicklung und Produktion von NEVs in der Region erhöht. Um die Anforderungen ab 2019 zu erfüllen, hat zum Beispiel die Geely Holding Group im vergangenen Monat mit der Regierung des Kreises Changxing eine Vereinbarung über die Errichtung einer NEV-Produktionsbasis in der ostchinesischen Provinz Zhejiang unterzeichnet.

Das NEV-Segment (bestehend aus Hybrid- und Elektroautos) verzeichnete in China 2017 einen Absatz von 777.000 Einheiten, was einer Steigerung von 53,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Produktion stieg um 53,8 Prozent auf 794.000 Einheiten. Dies entspricht jedoch nur 2,9 Prozent der Neuwagenverkäufe in China. Laut IHS Markits alternativen Antriebsprognosedaten wird die Produktion von NEVs in China im Jahr 2020 1,97 Millionen Einheiten erreichen und bis 2025 auf über 4,9 Millionen Einheiten ansteigen.

  • Chevrolet Bolt

    Der Chevrolet Bolt ist ein Neuzugang unter den Top 10 und kommt bei den meistverkauften Elektroautos mit gut 28.000 Einheiten auf Platz 10. Bild: Chevrolet

  • BMW i3

    Platz 9 unter den meistverkauften Elektroautos 2017 belegt der BMW i3: knapp 27.100 Einheiten und ein Plus von 13 Prozent. Bild: BMW

  • Renault Zoe

    Platz 8: Der Renault Zoe mit knapp 29.000 Einheiten und einem Plus von 36,5 Prozent. Bild: Renault

  • BYD Song PEHV

    Platz 7: Der Neuzugang unter den Top Ten BYD Song wartet mit einer Absatzzahl von gut 30.500 Stück auf. Bild: BYD

  • Tesla Model X

    Mit einem deutlichen Absatzplus von 37,9 Prozent belegt das Tesla Model X den sechsten Platz. Bild: Tesla

  • Zhi Dou

    Der Kleinstwagen Zhi Dou D2 erreicht mit einem satten Plus von 422 Prozent und fast 47.500 verkauften Autos den fünften Platz. Bild: Zhi Dou

  • Toyota Prius

    Der Toyota Prius belegt mit gut 50.500 verkauften Einheiten Platz 4. Bild: Toyota

  • Nissan Leaf

    Der Nissan Leaf landet mit einem Plus von 6,1 Prozent und knapp 52.800 verkauften Einheiten auf Platz 3. Bild: Nissan

  • Tesla Model S

    Tesla Model S: Die Luxus-Elektro-Limousine aus Kalifornien konnte beim Absatz nochmals um 2 Prozent zulegen auf nunmehr knapp 55.500 Einheiten. Bild: Tesla

  • BAIC EC180

    Der BAIC EC180 führt 2017 das Ranking der meistverkauften Elektroautos mit deutlichem Vorsprung vor Tesla Model S und Nissan Leaf an. Bild: BAIC