Great Wall H6

Der Great Wall H6 verkörpert die aktuell perfekte Kombination um auf dem chinesischen Automarkt Erfolge zu feiern: SUV mit relativ kleinem Motor. Bild: Great Wall

Bereits 2015 setzten die China-Marken gut 8,7 Millionen Autos im eigenen Land ab. Das entspricht einem beachtlichen Marktanteil von gut 41 Prozent. Die chinesischen Autos werden immer besser, die Qualität stimmt und die Preise sind niedriger als bei den meisten internationalen Marken. Zudem kaufen die chinesischen Behörden mittlerweile immer häufiger Dienstwagen aus der Produktion lokaler chinesischer Hersteller. Folge die Marktanteile chinesischer Marken wie Great Wall oder Chery werden auch 2016 weiter steigen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Martkbeobachter von IHS Automotive.

Ein Vorteil der China-Marken: Sie haben rechtzeitig auf das richtige Pferd gesetzt: SUVs mit kleinen Motoren. Denn einerseits erfreuen sich die Sport-Utility-Vehicles aktuell großer Beliebtheit bei der chinesischen Kundschaft, andererseits genießen Autos mit Motoren mit weniger als 1,6 Liter Hubraum Steuervergünstigungen. Paradebeispiel wie ein Autobauer von diesem Trend profitieren kann ist Great Wall. Mit einem kompletten Portfolio vom kleinen Haval H1 bis zum kapitalen H9 pflalstert Great Wall inzwischen alle Fahrzeugsegmente mit Geländegängern und gehört dadurch zu den am stärksten wachsenden Autobauern im Reich der Mitte.

New Energey Vehicles auf Erfolgskurs

Im Gegensatz dazu standen sich im vergangenen Jahr die klassischen Limousinen bei den Händlern die Reifen platt. Die Verkäufe gingen im Gesamtmarkt um 5,3 Prozent zurück. Noch schlechter die Lage bei den Minivans und Kleinbussen. Hier brach der Absatz um 17,5 Prozent ein. Von solch fantastischen Zuwachsraten wie bei den sogenannten New Energy Vehicles (NEV) kann keine Rede sein.

Denn bei den NEVs – Elektroautos und Plug-In-Hybride – konnten die verschiedenen Autobauer zusammengerechnet ihren Absatz 2015 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 verdreifachen. Über 331.000 Einheiten wurden verkauft. Ein Ende dieser Erfolgsstory ist laut IHS-Prognose erstmal nicht in Sicht, schließlich werden die NEVs seitens der chinesischen Regierung massiv protegiert und gefördert.

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Gabriel Pankow