Kleines Bauteil - große Wirkung: Ein Streik chinesischer Arbeiter im Denso-Werk für

Kleines Bauteil - große Wirkung: Ein Streik chinesischer Arbeiter im Denso-Werk für Kraftstoffeinspritzkomponenten wie etwa dieser Injektor legte auch die Produktionsbänder beim Kunden Toyota lahm. Sollte der Streik andauern, könnten ebenso bald Teile der chinesischen Fertigung bei Honda betroffen sein. - Bild: Denso

Nachdem Arbeiter beim Lieferanten Denso, welche Teile für die Kraftstoffeinspritzung herstellen sollen, am Montag die Arbeit niedergelegt hätten, stünden seit Dienstag auch die Bänder in dem Autowerk im Süden des Landes still, teilte Toyota mit. Wann die Produktion wieder aufgenommen werden könne, sei noch nicht klar.

Die Arbeiter von Denso wollen die ganze Woche streiken. Die 1.100 Angestellten kämpfen für eine Erhöhung ihrer Löhne auf umgerechnet 215 bis 227 Euro im Monat (1 800 bis 1 900 Yuan). Derzeit verdienen sie zwischen 132 und 155 Euro, berichtet die Nachrichtenagentur.

In Fabriken ausländischer Firmen oder mit ausländischer Beteiligung kommt es in China immer häufiger zu Protesten von Arbeitern. Nach einer Studie des chinesischen Gewerkschaftsbundes lassen sich jüngere Wanderarbeiter nicht mehr so viel gefallen wie ihre älteren Kollegen.

Toyota musste bereits die Produktion in seinem Hauptwerk in China einstellen, konnte sie nach einer Einigung mit den Arbeitern des Plastikteile-Lieferanten Toyoda Gosei vor zwei Tagen aber wieder aufnehmen. Auch Wettbewerber Honda ist von den Ausständen betroffen. Sollte der Streik bei Denso andauern, könnten die Vorräte bei Honda zur Neige gehen.