Der Aktienkurs des China-Herstellers BYD ist in Hongkong böse unter die Räder gekommen. Über die Gründe rätselt man am Finanzmarkt. Bild: BYD

Der Aktienkurs des China-Herstellers BYD ist in Hongkong böse unter die Räder gekommen. Über die Gründe rätselt man am Finanzmarkt. Bild: BYD

Am Donnerstag (18. Dezember) hatten sich die Kurse leicht vom höchsten Tagesverlust in der Unternehmensgeschichte erholt, standen aber auch in Europa erheblich unter Druck. Zuvor hatten in Hong Kong in wenigen Stunden mehr als 54 Mal so viele BYD-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag gewechselt. In einer eilig anberaumten Telefonkonferenz betonte BYD, aus Sicht des Unternehmens gebe es keinen Grund für diese Talfahrt. BYD und andere chinesische Autobauer verlieren auf ihrem hart umkämpften Heimatmarkt derzeit Marktanteile an ausländische Konkurrenten.

Geely hatte am Mittwoch (17. Dezember) die Anleger mit einer Gewinnwarnung verschreckt. Ursache ist hier das miserabel laufende Russlandgeschäft im Gefolge des schwachen Rubel. Auch BYD leidet in Russland und muss dort einen Absatzrückgang von 21 Prozent verkraften. Das ist aber im Rahmen dessen, was auch andere Unternehmen derzeit durch machen. Auch am wegbrechenden Busgeschäft in Russland kann es nicht liegen. Zwar liest sich die Prozentzahl Minus 95 Prozent dramatisch. In absoluten Zahlen bedeutet das aber, dass BYD diese Jahr nur 5 Busse nach Russland liefert.

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fv